legen ist, daß wir uns weiter nicht anzustrengen brauchen. Die
Sache des neuen Kunstgewerbes ist schon heute eine Angelegen—
heit beinahe der ganzen Welt. Wir dürfen mit Stolz sagen, daß
wir vorangegangen sind, daß wir es früher als die anderen zu
einer großen Bewegung von einer gewissen Reife und Breite ge—
bracht haben. Aber um Prioritäten pflegt sich die Welt nicht zu
kümmern. In der Zukunft wird man nur fragen, wo die
schönsten und besten Dinge gemacht werden. Um in diesem Wett—
bewerb zu bestehen, müssen wir alle unsere Kräfte zusammen—
fassen, unsere ganzen Talente entwickeln.
Und wir müssen vor allem wissen, wie es draußen in der Welt
aussieht. Niemand von uns hat ein Recht, heute zu sagen, er
gehe jetzt nicht nach Paris. Der Vergnügungsreisende darf das
vielleicht sagen. Wir haben die Pflicht, uns darum zu kümmern,
was draußen in der Welt, was vor allem auch in Frankreich
gemacht wird. Ob man es damit begründet, daß man den Feind
kennen müsse, um ihn zu schlagen, oder damit, daß es sich hier
um einen kulturellen Wettstreit handle, bei dem die Politik nichts
zu sagen habe, ist von geringer Wichtigkeit. Die Hauptsache ist,
wir müssen hingehen, und diese Ausstellung gründlich ansehen,
gründlicher als manche Berichterstatter, die nach dem ersten Ein—
druck ein Recht zu haben glauben, diese ganze Sache gering zu
schätzen. Je wichtiger man diese Ausstellung nimmt, desto mehr
können wir aus ihr lernen, desto sicherer werden wir auf dem
Wege weiterschreiten können, der uns zu neuen Leistungen und
Erfolgen führt.
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—VE