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Zwei Ursachen, schreibt er, verringern den Transit in der
Statistik; Zunâchst der Grundsatz, aile zum Verbrauch für
den Handel oder für im Kônigreich wohnende Personen
deklarierten Waren als zum Eigenhandel gehôrig zu betrachten;
diese Auslegung weist dem Begriff „Transit" merkwürdig enge
Grenzen an. Eine Ware, die eine belgische Firma kauft imd
dann wiederausführt, ist nach dieser Erklârung aïs ,.naturalisiez"
anzusehen; vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gehôrt
sie jedoch unzweifelhaft zur Durchfuhr. An zweiter Stelle
koramen die vorsâtzîich oder unvorsatzlich gemachten falschen
Angaben der Dekîaranten, die sich einer Vereinfachung der
Fôrmlichkeiten gegenübersehen, wenn sie eine Ware ,,zum
Verbrauch' 1 aufgeben, anstatt „im Transit". Freilich berichtigt
die Zollbehôrde amtlich die der statistischen Abteilung gemachten
Angaben, wenn sie die wirkliche Bestimmung der
Waren zu kennen glaubt; auf jeden Fait sind diese Fâlle jedoch
selten im Vergleich zu jenen, die ihr entgehen, Infolge der
weitgehenden Zollfreiheit unseres Landes sind diese falschen
Deklarationen beinahe die Regel, 7 )
Die Statistik des Eigenhandels führt tatsachlich eine ganze
Anzahl Waren als nach Deutschland, Frankreich usw, ausgeführt
auf, die Belgien nicht erzeugt, die es selbst aus überseeischen
Lândern bezieht, und die demnach nur als zur Durchfuhr
gehôrig betrachtet werden kônnen.
Die von Prof. De Lannoy auf Grund der Statistik für 1909
gemachten Berechnungen lassen sich folgendermaBen kurz zusammenfassen;
8 )
a) Waren, die Belgien nicht hervorbringt (Mais, Reis, ungebrannter
Kaffee, Kakao, Tee, Kautschuk, Petroleum usw,).
Einfuhr
Qesamfhandel
Einfuhr
Eigenhandel
Ausfuhr
irrtümlich zum
Eigenhandel gerechnef
Durchfuhr
Angegeben
Richtig
Angegeben
Richtig
459.082
434.829
234.931
199 898
24.253
224.151
b) Waren, die Belgien in ungenügender Menge für seinen
7 ) Von 31 000 000 t in Belgien eingeführter Waren waren 1912 nur
3 000 000 t Zollabgaben unterworfen.
8 ) In Tausenden Fr.