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zur Aufgabe machen, sind denn auch am Platze ins Leben
getreten.
Die Spediteure spielen eine bedeutende Rolle in Ant
werpen, und durch die gründliche Fachkenntnis, die sie sich
in ihrem Handelszweige erworben haben, wie durch ihr Ge-
schick, haben sie viel dazu beigetragen, die Ausfuhrbedingungen
über Antwerpen sehr günstig zu gestalten-
Denn der Gewinn der Spediteure hangt mehr von der
Gütermenge, als von der Hôhe des Frachtsatzes ab. Und dann,
je grôBer die Frachtmenge ist, über die sie zur Einschiffung
verfügen, desto mehr Druck kônnen sie hinsichtlich der Fracht-
raten auf die Reeder ausüben und desto billiger die ver-
schiedenen Operationen der Lieferung an Bord usw, ausführen.
Diese Tatsache hat übrigens verschiedene von ihnen instand-
gesetzt, vermittelst der „tramps affectés aux services réguliers"
(zum regelmaBigen Dienst verwandte Trampschiffe) mehr oder
weniger regelmâBige Schiffahrtslinien zu gründen und auf die
Weise mit den angeschîossenen Reedereien in Wettbewerb zu
treten; daB die belgische Industrie wie der Durchfuhrhandel
den grôBten Vorteil daraus zogen, liegt auf der Hand,
Je grôBer also die Warenmenge ist, die ihnen zur Ver-
fügung steht, desto günstiger stellen sich die Einschifîungs-
bedingungen in Antwerpen, und desto grôBer wird die An-
ziehungskraft des Hafens,
Doch, die Durchfuhr allein kann diesen regen Verkehr
aufrecht erhalten oder zur Steigerung bringen, und so stehen
wir wiederum vor dem unvermeidlichen Axiom: Der Aus-
fall des fremden Hinterlandes ist der Tod
Antwerpen s.