Full text : Ferdinand Lassalle

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vernichtete  die  Verleumdung  auf  immer,  durch  unumstößliche ­
  Beweise  deckte  ich  die  Geschichte  dieser  Ehe  auf,
und  am  letzten  Tage  warf  ich  mich  in  einer  sechsstündigen
Rede  —  die  ich  hier  gedruckt  beifüge,  damit  Sie  die
Einzelheiten  kennenlernen  —,  nachdem  ich  der  gegen
mich  gerichteten  Anklage  einige  Fußtritte  versetzt,  auf
den  Kampf  zwischen  der  Gräfin  und  dem  Grafen,  indem
ich  ihre  Sache  offen  zu  der  meinigen  machte,  und  —
Freude!  —  ich  schlug  den  Grafen  und  seine  Helfer
gänzlich  zu  Boden.
Nichts,  Sophie,  kann  Ihnen  auch  nur  annähernd  eine
Vorstellung  von  dem  elektrischen  Eindruck  geben,  den
ich  hervorbrachte.  Die  ganze  Stadt,  die  Bevölkerung
der  ganzen  Provinz  schwamm  sozusagen  auf  den  Wogen
des  Enthusiasmus!  Das  Volk  hatte  das  Antlitz  eines
Mannes  geschaut.  Es  hatte  mich  verstanden.  Aber
nicht  nur  das  Volk,  alle  Klassen,  die  ganze  Bourgeoisie
war  ttunken  vor  Entzücken.  Einige  Details,  die  ich  Ihnen
in  Köln  erzählte,  sind  diesem  Prozesse  entnommen.  Als
wir  in  Düsseldorf  ankamen,  betäubten  mich  die  Einwohner ­
  dieser  Stadt  fast  mit  ihren  Zurufen.  Sie
spannten  die  Pferde  der  Equipage,  in  der  ich  mit  der
Gräfin  saß,  aus  und  zogen  uns  selbst.  Obschon  der  Prozeß ­
  kein  eigentlich  politischer  war,  hatte  das  Volk  wohl
begriffen,  daß  es  doch  im  tiefsten  Sinne  des  Wortes
ein  solcher  war,  daß  es  die  Auflehnung  gegen  die  Unterdrückung ­
  war.
Ich  war  nicht  nur  freigesprochen,  sondern  hatte  auch
meinen  Gegnern  einen  entscheidenden  Schlag  beigebracht.
Dieser  Tag  verschaffte  mir  in  der  Rheinprovinz  den  Ruf
eines  Redners  ohnegleichen  und  eines  Mannes  von
            
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