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es sich also nicht mehr darum, für eine große Idee zu
streiten und zu ihr langsam und allmählich das große
Publikum hinaufzuheben, sondern umgekehrt, solchen
Meinungen zu huldigen, welche, wie sie auch immer
beschaffen sein mochten, der größten Anzahl von
Zeitungskäufern (Abonnenten) genehm sind. Von
Stund' an also wurden die Zeitungen, immer unter
Beibehaltung des Scheins, Vorkämpfer für geistige
Interessen zu sein, aus Bildnern und Lehrern des Volks
zu schnöden Augendienern der geldbesitzenden und also
abonnierenden Bourgeoisie und ihres Geschmackes,
die einen Zeitungen gefesselt durch den Abonnentenkreis,
den sie bereits haben, die anderen durch den, den sie zu
erwerben hoffen, beide immer in Hinsicht auf den eigent
lichen goldenen Boden des Geschäfts, die Inserate.
Von Stund' an wurden also die Zeitungen nicht
nur zu einem ganz gemeinen, ordinären Geldgeschäfte,
wie jedes andere auch, sondern zu einem viel schlimmeren,
zu einem durch und durch heuchlerischen Geschäfte,
welches unter dem Scheine des Kampfes für große
Ideen und für das Wohl des Volks betrieben wird.
Habt Ihr einen Begriff von der depravierenden
Wirkung, die diese täglich fortgesetzte Heuchelei, dieses
Pfaffentum des 19. Jahrhunderts, allmählich auf
Verleger und Zeitungsschreiber hervorbringen mußte?
Noch ganz andere Wirkungen aber mußten in einer
Zeit erhitzter politischer Parteikämpfe eintreten. Von
vornherein konnten natürlich die Zeitungen in diesem
Kampfe nichts anderes vertreten als alle Vorurteile der
besitzenden Klassen, unter denen ja bei weitem die meisten
Abonnenten sind, die wieder die Inserate nach sich ziehen.