Full text : Ferdinand Lassalle

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fyaie.  Da  ich  es  auö  zwei  Quellen  gehört  habe,  halte
ich  es  für  wahr.  Doch  erkläre  ich  es  mir  so:  die  N.  wird
etwas  freundlich  gegen  Shiff  gewesen  sein,  darüber  wird
die  Schwägerin  sie  nachher  in  Lachö'  Gegenwart  aufgezogen ­
  haben,  und  sie  mag,  um  sich  zu  rechtfertigen,
auf  Shiff  räsoniert  haben.  Shiff  erzählte  mir  auch,
daß  sie  gegen  ihn  sehr  freundlich  war.  Er  ließ  sich  melden,
ob  er  genehm  wäre,  und  sie  kam  selbst  bis  auf  den
Flur  und  nötigte  ihn  zum  Wiederkommen.  Als  Shiff
aber  ihre  Äußerungen  von  mir  hörte,  beschloß  er,  darüber
beleidigt,  sie  nicht  zu  besuchen.  Wäre  das  nicht,  so  wäre
Monsieur  N.  wohl  schon  zu  beklagen.

Häusliche  Dramen
Sonnabend,  11.  Januar
Meine  Feder  schaudert  zurück,  da  sie  die  Szenen  dieses
Morgens  beschreiben  soll.  Aber  ich  habe  mir  Wahrheit
gelobt.
Schon  beim  Kaffeetrinken,  als  meine  Mutter  wiederholt ­
  darauf  aufmerksam  machte,  daß  Riekchen  S.'
wegen  so  schnell  aufgestanden  sei,  rief  mein  Vater  unwillig: ­
  „Schon  genug,  schon  genug!"
Man  räumte  auf.  Plötzlich  erhob  sich  in  der  Hinterstube ­
  ein  Lärm.  Emilie  hatte  wieder  den  Schrank,  in
welchem  die  silbernen  Leuchter,  einige  Weben  Leinewand ­
  usw.  liegen,  offen  stehen  lassen.  Meine  Mutter
kam  in  die  Stube  und  wurde  von  gerechtem  Unwillen
ergriffen.  Sie  rief  Emilien:  „Schon  wieder  läßt  du
den  Schrank  auf!"  und  gab  ihr,  worin  sie  vielleicht  zu
weit  ging,  eine  Ohrfeige.  Emilie  weinte  und  plärrte
            
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