Full text: Ferdinand Lassalle

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fühlt, daß Ihre dämonische Nähe endlich dahin gewirkt 
hat, daß die Natur aus ihrem Schlaf erwacht, und ein 
Tropfen Ihres satanischen Blutes in ihre Adern gerollt 
ist, ihr Kraft und Lust zum Leben gebend. Als ich Sie 
verließ, und zum letzten Male Ihre Lippen meine Hand 
berührten, da sagte ich mir, daß, ehe ich Waeggis ver 
lasse, mein Entschluß fürs Leben gefaßt sein soll. Eh 
bien, c’est fait! 
Und nun wissen Sie auch mit Ihrem schönen, herr 
lichen Geiste und Ihrer so großartigen, mir so lieben 
Eitelkeit, wie mein Entschluß lautet: Ich will und 
werde Ihr Weib sein!- Sie sagten mir gestern abends: 
.Sagen Sie nur ein vernünftiges, selbständiges Ja — 
et je me Charge du reste/ Gut, mein Ja ist da — 
chargez vous donc du reste; nur mache ich mir ein 
paar ganz kleine Bedingungen, et les voilä. Ich will, 
denken Sie, das Kind sagt, ich will — ich will also, daß 
wir alles versuchen, was in unseren Kräften steht, und 
in Ihren Kräften, mein schöner, satanischer Freund, 
steht ja so ungeheuer viel — um auf eine anständige, 
vernünftige Weise zu unserem Ziele zu gelangen; d. h. 
also, Sie kommen zu uns, wir versuchen die Eltern 
ebenso für Sie einzunehmen als und so ihre Ein 
willigung zu bekommen! Wo nicht, sind und bleiben 
sie unerbittlich, auch wenn wir alles getan haben, was 
wir tun konnten — eh bien alors tant pis! So bleibt 
noch immer Ägypten. Dies meine eine Bedingung. 
Und hier die zweite: Ich will und wünsche, daß dann 
die ganze Sache so rasch als möglich geht. Denn ich 
kann wohl den Nebel und den Regen von heute früh 
aushalten, ohne sehr krank zu werden — aber noch^viele
	        
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