Full text : Ferdinand Lassalle

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Mer  Semester  hatte  Lassalle  in  Breslau,  zwei  in  Berlin  studiert.
1845  reiste  er  nach  Paris,  um  handschriftliche  Herallitstudien  zu
machen.  Dort  lernt  er  Heinrich  Heine  kennen.  Heines  Eindruck
ist  in  einem  Brief  an  Vamhagen  von  Ense  vom  3.  Januar  1845
festgehalten.

Heinrich  Heine  über  Lassalle
Herr  Lassalle,  der  Ihnen  diesen  Brief  bringt,  ist  ein
junger  Mann  von  den  ausgezeichnetsten  Kenntnissen
und  Geistesgaben,  mit  der  gründlichsten  Gelehrsamkeit,
mit  dem  weitesten  Wissen,  mit  dem  größesten  Scharfsinn, ­
  der  mir  je  vorgekommen.  Mit  der  reichsten  Begabung ­
  der  Darstellung  verbindet  er  eine  Energie  des
Wollenö,  eine  Habilits  im  Handeln,  die  mich  wahrhaft
in  Erstaunen  setzen,  und  wenn  seine  Sympathie  für
mich  nicht  erlischt,  so  erwarte  ich  von  ihm  den  tätigsten
Vorschub.  Jedenfalls  war  diese  Vereinigung  von  Wissen
und  Können,  von  Talent  und  Charakter  für  mich  eine
freudige  Erscheinung,  und  Sie  bei  Ihrer  Vielseitigkeit
im  Anerkennen  werden  ganz  gewiß  ihm  volle  Gerechtigkeit ­
  widerfahren  lassen.  Herr  Lassalle  ist  nun  einmal
ein  so  ausgezeichneter  Sohn  der  neuen  Zeit,  der  nichts
von  jener  Entsagung  und  Bescheidenheit  wissen  will,
womit  wir  uns  mehr  oder  minder  in  unserer  Zeit
            
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