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zu willigen, worauf die Augsburger sich zur Zahlung von
ioo ooo fl rh. bereit erklärten 1 ).
Das zuletzt besprochene Ereignis hat nochmals besonders
deutlich die grosse Finanznot Ferdinands einerseits und die
mächtige Stellung der Augsburger Kaufleute anderseits gezeigt.
Die Regierung war mit der Zeit in völlige Abhängigkeit geraten
von drei oder vier Firmen, die den Metallhandel Tirols be
herrschten. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn wir behaupten,
dass das Geld der Augsburger bei allen wesentlichen Unter
nehmungen des Hauses Habsburg in der ersten Hälfte des
16. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielte. Wenn auch in
dieser Hinsicht der Name Jacob und Anton Fuggers immer an
erster Stelle zu nennen sein wird, so hat die bisherige Dar
stellung, wie ich glaube, doch auch den Beweis erbracht, dass
den beiden Hans Paumgartnern Vater und Sohn der nächste
Platz nach jenen einzuräumen ist. Die Summen, die diese
im Laufe eines halben Jahrhunderts den Habsburgern geliehen
haben, werden sich ebensowenig mehr genau feststellen lassen,
als die vielen Tausende Mark Silber, die sie während dieser
Zeit aus Tirol fortführten, um damit in Venedig und auf anderen
Weltmärkten gewinnbringenden Handel zu treiben. Um so
klarer liegen die Folgen dieser Unternehmungen vor uns: ein
immer höher steigender Reichtum und eine glanzvolle äussere
Lebensstellung der Familie.
c) Hans Paumgartners Privathandel und Vermögen.
Während wir über die Beziehungen Hans Paumgartners d. J.
zu Tirol und den Habsburgern aufs genaueste unterrichtet
sind, fehlen uns für seine übrigen Handels- und Geldgeschäfte
nähere Angaben fast gänzlich. Nur Analogien mit anderen
Firmen ermöglichen hier einen Rückschluss auf Paumgartners
Tätigkeit. Die Unternehmungen der Welser und Fugger zeigen,
in welchen Bahnen sich der Welthandel zur Zeit seiner Blüte
zwischen 1520 und 1550 bewegte 2 ). Paumgartner stand hinter
ihnen nicht weit zurück, wie schon daraus hervorgeht, dass
er bei den Zeitgenossen öfter mit diesen beiden Weltfirmen
*) Geschäft von Hof (1544) fol. 217—222.
2 ) Vgl. bes. Ehrenberg: Zeitalter der Fugger 1. Bd.