fullscreen: Berliner Banken

Die Wechselstuben 
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fahlen nicht nur ihre eigenen Wertpapiere, sondern ani 
mierten das Publikum auch sehr lebhaft zu Spekulatio- 
nen in allen möglichen Börsenwerten, zum Teil sogar in 
recht minderwertigen englischen Minen-skare8. Genau 
so wie früher die Wechselstuben der Privatbankiers 
wurden diese Depositenkassen allmählich zum Mittelpunkt 
eines spielsüchtigen und über dein Spiel alle Sittlichkeit 
vergessenden Publikums. Diese Methode der Volksaus 
beutung erwies sich allerdings als nicht minder gefähr 
lich für die Verführer als ftir die Verführten. Denn das 
Börsengesetz hatte inzwischen die Zahlungsverweigerung 
Tür Schulden aus Börsengeschäften erheblich erleichtert, 
und die Folge davon war, daß zahlreiche Differenz 
prozesse gerade von solchen Elementen angestrengt wür 
ben, die keineswegs als Verführte gelten konnten, fon- 
bern in kaufmännischen Geschäften recht wohl bewandert 
waren. 
Diese Banken sind entweder durch die Verschwel 
ung mit anderen Instituten von der Bildfläche ver 
schwunden, oder sie haben von der Tücke des Schicksals 
Selernt und ihre Depositenkassen aus andere Geschäfts 
zweige zugeschnitten. Sie bemühen sich jetzt eine Lücke 
Auszufüllen, die das Verschwinden der Privatbankiers 
U bas Berliner Geschäftsleben gerissen hat. Dadurch 
"üben nämlich viele mittlere und kleinere Geschäftsleute 
xe Kredithelfer verloren. Bei den großen Banken 
onnen natürlich die Geschäfte nur mehr oder weniger 
wemattsch geführt werden. Es ist ihnen daher nur 
en möglich, mittleren und kleineren Gewerbetreibenden 
Kredit 
^ mt zu gewähren, die einer sorgfältigen Untersuchung 
b ^..Kreditwürdigkeit und einer ständigen Überwachung 
Dürfen. Hier knüpfen allmählich die Mittelbanken an; 
^ luchen ihre Wechselstuben mit kauftuännisch geschulten 
Kumten auszustatten, die die Kundschaft genau kennen
	        
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