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des rheinisch-westfälischen Erzeugungsgebietes (bei dem Kohle
und Eisen beisammen sind) wenn nötig durch besondere Auf
lagen eher gedämpft, die schwächere Kraft des oberschlesischen
und steirischen Gebietes durch besondere Begünstigungen
(Fracht- und Steuerbegünstigungen, öffentliche Leistungen)
aber so gehoben werden, daß überall die gesunden Kräfte voll
ausgenützt werden könnten, daß die reichste Mannigfaltigkeit
der Betriebe, Siedlungen, Arbeitskräfte und Verbindung mit
bodenständigen Wirtschaftskräften aller Art einträte; nicht aber
durch Überbildung des Frachtwesens, Handelswesens, Finanz
kapitals, und durch Überkonzentration der Betriebe und Wohn
stätten eine schlechte Kapital- und Arbeitsgliederung auf der
einen Seite, dafür schlechte Monopolstellungen, ungesunde
Wirtschaftsbaronien, schwächende Dumpings u. dgl., auf der
anderen Seite, damit im Ganzen Brachlegungen und Ver
armungen einzelner Gegenden, entstünden. Nicht die reine
Preisrechnung der einzelnen Ware, sondern
d i e mittelbaren Kusgliederungssolgen mit ihren an
schließenden Preisverschiebungen sindfür
die Frage maßgebend, ob neben den besten
auch schwächere Produktivkräfte auszu
nutzen sind.
c) Die Verbands wirtschaft.
Was für die Volkswirtschaften und für die Gebietswirt-
schaften gilt, gilt sinngemäß auch für die Verbandswirtschaften
(ja sogar die Betriebe, wovon aber an dieser Stelle nicht weiter
zu sprechen ist). Um ein besonders kennzeichnendes Beispiel
anzuführen, so folgt aus den obigen Vordersätzen die Einsicht:
daß die vielgerühmte Politik der Kartelle, die jeweils schwächsten
Betriebe stillzulegen, insofern grundsätzlich nicht durchaus
richtig ist, als sie der Forderung der allseitigen Aus
nutzung und Ausbildung der Wirtschaftskräfte widerspricht