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Armen-Unterstützungs-Verein zu Gumbinnen,
int Jahre 1847 zur Verhütung der Bettelei begründet. Er hat 188
Mitglieder, besitzt ein Arbeitshaus, unterstützt aber hauptsächlich die be
dürftigen Einwohner der Stadt durch Bertheilung von Naturalien. Die
jährlichen Einnahmen und Ausgaben betragen etwa 650 Thlr.
Armen-UnterstützungS- und Erziehungs-Verein zu Tilsit.
Der Verein, welcher mit dem 15. Mai 1855 die Bestätigung des
Ober-Präsidenten erhielt, bezweckt die Unterstützung städtischer, arbeits
unfähiger Armen mit Lebensmitteln, die Beschaffung von Arbeit für
arbeitsfähige Arme, die Fürsorge für die der Verwahrlosung preisge
gebene Jugend und die Linderung der Noth, und hat in einem eigenen
Hause mit Garten eine hierzu geeignete Anstalt gegründet. In der
selben sind 36 obdachslose Arme beschäftigt und zum Theil ernährt,
auch 40 Knaben aufgenommen. Die vcrw. Apotheker Amalie Mau-
rach geb. Schulz schenkte dem Verein im Jahre 1856 zur Unter
stützung armer Kinder 5000 Thlr., der Kaufmann Joseph Daniel
Jantz on (t 1856) vermachte demselben 1600 Thlr. Der Verein
hatte im Jahre 1857 400 Mitglieder mit einer jährlichen Beitrags-
Summe von 2500 Thlr.
Armen-Verein zu Rawicz.
Ein Privat-Verein, welcher seine Geldmittel durch monatliche Beiträge
wohlthätig gesinnter Einwohner in Höhe von jährlich 600 Thlr. be
schafft und damit verschämten Armen, armen Kranken in Familien und
solchen Armen, die aus Gemeinde-Mitteln nicht genügend unterstützt
werden können, Unterstützungen gewährt.
Armen-Verein zu Salzwedel.
Derselbe bezweckt, die bürgerliche Armenpflege zu ergänzen, die Armen
nicht nur in Pflege, sondern auch in Zucht zu nehmen, die Bettelei
jeder Art zu unterdrücken, die Armen wo möglich auf eigene Thätigkeit
und Selbsthülfe hinzuweisen. Er giebt theils Geld-, theils Natural-
Uttterstützungen, verabreicht im Winter Suppen rc. Die Geld-Unter
stützungen betragen monatlich 10 Sgr. Der Verein besteht aus etwa
¿ >0 Mitglieder, welche freiwillige Beiträge zahlen.
Armen-Verein zu Wallerfangen,
)Ulii Zweck der Unterstützung der Armen des Pfarr-
dete er Durch mehrfache Schenkungen begünstigt, begrün-
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stub. Me Einnahmen des Vereins im Jahre 1861 betrugen 3000 Thlr.
Ņrndtsche Konfirmanden-Stiftung.
Bei Gelegenheit des im Juli 1858 gefeierten 25jährigcn Amts-Jubi
läums des Prcdìgers Arndt an der'Parochialkirchc zu Berlm, wurde