Full text : Leben und Lehre des Buddha

VI

Vorwort  zur  zweiten  Auflage.

Kürze  befleißigen,  als  sonst  geschehen  wäre,  überhaupt  mich  knapp
fassen  und  vieles  übergehen  und  noch  nachträglich  streichen.  Wesentliches ­
  wird  aber  nicht  fehlen.  Es  ließ  sich  nicht  vermeiden,  daß
ich  viele  Beispiele  wählte,  die  bereits  meine  Vorgänger  haben.  Alle
Übersetzungen  habe  ich  aber  an  der  Hand  der  Texte  in  Pali,  Sanskrit ­
  und  OätllZ-Dialekt  geprüft  und  oft  geändert.  Auch  dem  Fachmann ­
  dürfte  so  das  Bändchen  trotz  seiner  bescheidenen  Form  manches
Neue  bringen.
Berlin-Halensee,  den  14.  Oktober  1905.

W.  Nischel.

Vorwort  zur  zweiten  Auflage.
Mit  schlichten  Worten,  wie  es  seine  Art  war,  hat  Pischel  in
diesem  Bande  den  Buddha  und  seine  Lehre  geschildert.  Nur  wer
mit  den  Quellen  und  ihren  Schwierigkeiten  vertraut  ist,  kann  ermessen, ­
  wie  viel  Wissen  und  Forscherarbeit  oft  in  einem  seiner
knappen  Sätze  steckt.  Daß  seine  Anschauungen  vielfach  neu  und
originell  sind,  ist  bei  einem  Gelehrten  wie  Pischel,  der  auf  den  verschiedensten ­
  Gebieten  der  indischen  Philologie  neue  Bahnen  eröffnet
hat,  nahezu  selbstverständlich.  Begreiflich  ist  auch,  daß  sie  zum  Teil
Widerspruch  erfahren  haben.  Ich  selbst  gestehe,  daß  ich  über  einzelne ­
  Fragen,  wie  z.  B.  die  Einschätzung  der  buddhistischen  Llaitri,
anderer  Ansicht  bin.  Als  ich  auf  Wunsch  des  Verlegers  die  Durchsicht ­
  der  zweiten  Auflage  übernahm,  stand  es  mir  indessen  von  vornehereiu
  fest,  daß  sich  meine  Tätigkeit  nur  auf  die  Verbesserung  etwaiger ­
  kleiner  tatsächlicher  Versehen  erstrecken  könne  und  daß  jede
tiefer  greifende  Änderung  ausgeschlossen  sei.  Ich  habe  den  Text  nur
da  geändert,  wo,  wie  ich  glaube,  Pischel  selbst  es  getan  haben  würde.
Das  Büchlein  ist  in  wenigen  Jahren  vergriffen  gewesen.  Ich
bin  überzeugt,  daß  es  auch  in  Zukunft  zahlreiche  Leser  finden  wird.
Es  gehört  zu  dem  Besten,  was  der  Mann  geschrieben  hat,  der  nun
in  dem  Lande,  dem  seine  Liebe  und  seines  Lebens  Arbeit  gegolten,
die  letzte  Ruhe  gefunden  hat.
Berlin-Charlottenburg,  den  8.  April  1910.
K.  Lüders.
            
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