Full text: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Die Verstaatlichung der Bergwerke. 
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geudung der Kohlen in planmäßiger Weise vorgebeugt werden; 
die Anlage neuer Schächte würde nur nach wirklichem 
Bedürfnisse des Verbrauchten stattfinden. Heute werden 
die vom Staate verliehenen „Grubengerechtsame“ benutzt, um 
durch Gründung von Aktiengesellschaften Staat, Konsumenten 
und Arbeiter zu schädigen. Bei der Gründung werden die 
„Grubengerechtsame“, die das Recht auf Erschließung be 
stimmter Felder bedeuten, genau wie ein Stück Land in 
den wachsenden Städten behandelt: die zukünftige mögliche 
Steigerung wird antizipiert, und es gibt genügend Leute, 
die sich als Aktionäre auf solchen Papierkauf einladen 
lassen. Da ist es nachher kein Wunder, daß die Kohlen 
preise steigen müssen, um den Aktionären einige Dividende 
zu geben, aber auch ebenso natürlich, daß die Spekulations 
rente nicht realisiert werden kann, da ein Niedergang solcher 
Papiere unausbleiblich ist. Welches Geschäft mit den 
Grubengerechtsamen, die der Staat wirklich den Besitzern 
geschenkt hat, gemacht wird, erhellt aus den Prospekten 
mehrerer Zechen, die ihre Aktien an der Börse einführen 
wollten. Davon ein Beispiel: 
I. Bergbau-Aktien-Gesellschaft „Concordia“ 
in Oberhausen. 
Aktiven am 31. März 1890: 
1. Grubengerechtsame Jk 3 750000,— 
2. Grundstücke und Gebäude .... „ 1241160,— 
3. Schachtanlagen, Kokereien, Maschinen, 
Werkzeuge „ 2 367 763,25 
4. Warenbestände » 80473,86 
5. Kasse, Wechsel, Debitoren .... „ 554005,48 
Jt 7 993402,59 
Passiven: 
1. Aktienkapital 6500 000,— 
2. Obligationsschuld „ 1056000,— 
3. Kreditoren „ 437 402,59 
J6 7993402,59
	        
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