Contents: Die Schweiz

181 
großen Schwierigkeiten begegnet. Nördlich der Ketten 
setzt sich das Gebirge als Taseljura gegen den Rhein 
hin fort, vom Fricktal und seinen Verzweigungen in 
einzelne Rücken und Plateauflächen zerteilt. Wie der 
Schaffhauser Randen, so ist auch der Aarganer Jura 
mit großen Waldungen bekleidet. 
Neben der Landwirtschaft und dem Obstbau, der V°n 
in den tiefen Lagen der Mittellandtäler und im Frick 
tal vorzügliche Bedingungen findet, sind im Aargau ver 
schiedene Industrien verbreitet, so die Strohflechterei, 
die Zigarrenfabrikation, die Seidenweberei im Dienste 
von Zürich und Basel, vielfach als Hausarbeit betrieben, 
und durch das ganze Aaretal hinauf die Baumwoll 
industrie ; das alles sichert den Bewohnern mannigfaltige 
Erwerbsgelegenheiten. Der Kanton Aargau zählt eine 
zur Mehrheit protestantische Bevölkerung von 830600 
Seelen; größere katholische Gebiete sind das Freiamt 
(Täler der Reuß und der Bünz) und das Fricktal. 
Im Wiggertal liegt das Städtchen Zo sin gen Orte an 
und am Talausgang zur Aare Aarburg, dessen Alt- ^'Uhr'">^ 
stadt und Schloß auf weitschauendem, untertunneltem 
Felsen am Eingang des Aareguertales durch einen ab 
geirrten Jurasporn steht. Zum Tal der untern Suhr 
gehören die Dörfer Schöftland, Kölliken, Ent 
felden und Suhr, nahe der Einmündung der Wynen 
in das gleichnamige Flüßchen. 
Das Wynental ist der Sitz der aargauischen Tabak- Wynental 
industrie. Sie ist vielerorts als Hausindustrie ein Neben 
verdienst zur Landwirtschaft und nimmt dabei nicht selten 
über Gebühr die Kinderarbeit in Anspruch. Neuerdings 
findet ein ansehnlicher Zuzug italienischer Arbeiterinnen 
nach diesem kleinen Industriegebiet statt. Die Haupt 
orte für Tabak- und Zigarrenfabrikation sind R e i n a ch 
und Kulm; talauswärts folgt Gränichen. 
Die Landwirtschaft des untern Aa- oder Seetales Seetal 
wurde durch die beiden Konservenfabriken von Lenz- 
burg und Seon zum Gemüsebau im Großen an-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.