Full text : Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Die  Bodenreform  im  Lichte  des  Freihandels.

Drahtstiften  19  604  t  (28  993  t,)  der  Rückgang  somit  9389  t
Die  Verschlechterung  der  Handelsbilanz  in  den  7  Monaten  beträgt ­
  durch  Mehreinfuhr  von  137  635  T.  und  Minderausfuhr
von  117  527  t  zusammen  255  162  t  im  Werte  von  mindestens
20  Millionen  Mark,  eine  Summe,  hoch  genug,  um  sämtlichen
Eisenwerken  Deutschlands  eine  sehr  angemessene  Verzinsung
zu  bieten.  Wenn  die  Verbände  ihre  Aufgabe  erfüllen  wollen,
so  müssen  sie  sich  nicht  scheuen,  den  Ursachen  dieser  traurigen
Erscheinungen  auf  den  Grund  zu  gehen  und  diese,  mögen  sie
sein,  welche  sie  wollen,  zu  entfernen.  So  geht  es  auf  die
Dauer  doch  nicht  gut  weiter.“
Nun,  es  wird  noch  eine  Zeitlang  so  weiter  und  noch
schlechter  gehen,  bis  unsere  Industriellen  einsehen  werden,
daß  trotz  Aktiengesellschaften  keine  Rettung  möglich  ist,
bis  man  dem  arbeitslosen  Einkommen,  der  Unterkonsumtion,
ein  Ende  macht.
Geht  es  aber  den  Bauern,  welche  man  auch  durch  Zölle
gegen  das  Ausland  geschützt  hatte,  besser?  Wo  gleiches
Erbrecht  vorhanden,  wird  die  durch  den  Schutzzoll  bewirkte
Steigerung  der  Grundrente  —  denn  nur  diese  hat  Vorteil  —
in  den  Erbportionen  zum  Ausdruck  kommen.  Andere  werden
durch  hohe  Kaufpreise  des  Bodens  niedergedrückt,  wenn,
wie  es  geschehen,  die  Preise  der  Produkte  sinken.  Kurz,
die  Verschuldung  ist,  wie  vorher  ziffermäßig  jiachgewie-sen,
riesenhaft  gewachsen,  die  Bauern  quälen  sich  um  das  tägliche
Brot.  Es  muß  schlecht  um  die  Landwirtschaft  selbst  stehen,
wenn  es  wahr  ist,  daß  die  zeitige  Fleischteuerung  zum
großen  Teil  nicht  auf  mangelhaftem  Import  von  Vieh  beruht, ­
  sondern  auf  dem  fehlenden  Angebot  der  inländischen
Viehzüchter,  denen  der  Nachwuchs  an  jungen  Tieren  fehlt.
Daß  im  entvölkerten  Osten  der  preußischen  Monarchie
auch  der  Latifundienbesitz  unter  dem  Notstände  leidet,  weil
er  keinen  Absatz  für  sein  Getreide  hat,  zeigt  folgender
Antrag  des  Abgeordneten  Balan  und  Genossen,  welcher  in
der  47.  Sitzung  1890  des  Abgeordnetenhauses  zur  Veriandlung
  kam:
„Die  Staatsregierung  zu  ersuchen,  zur  Erleichterung  des
            
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