Full text: Logik des Geldes

§ 5. Die Rangordnung der Zahlungsmittel. 
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Vollwertiges Metallgeld. 
Sachgüter. 
Wir erinnern daran, daß diese Skala nur unter einem ein 
zigen, durchaus einseitigen Gesichtspunkte gesehen ist. Sie 
zeigt nur, wie weit die heutigen Inhaber der Zahlungsmittel 
gesichert erscheinen, wenn z. B. eine Auflösung der Zahlungs 
gemeinschaft stattfindet. Sie sucht nur die Brücke von der 
Lehre des staatlichen Geldes zur überstaatlichen oder indi 
vidualistischen Geldtheorie zu finden; es ist daher selbst 
verständlich, daß sie allein nicht das Wesen des Geldes er 
schließen kann, wohl aber soll sie hierzu mit beitragen. Un 
sere Skala ist daher nicht als »unrichtig« gekennzeichnet, 
wenn man darauf hinweist, daß jahrzehntelang der englische 
Sterlingwechsel »sicherer« war als das Papiergeld oder Silber 
geld vieler Staaten. Ebensowenig ist sie als irrtümlich hin 
gestellt, wenn man daran erinnert, daß historisch und 
unter manchen Gesichtspunkten gesehen, auch logisch der 
Gebrauch der edlen Metalle als »Geld« einen Fortschritt 
gegenüber den Sachgütern bedeutet. 
Man wird ferner diese Skala als selbstverständlich und 
überflüssig betrachten, weil sie im einzelnen nur Bekanntes 
enthalte. Allein die Berechtigung, ja die Notwendigkeit ihrer 
Aufstellung liegt in der Einseitigkeit der herrschenden Geld 
lehren begründet. Die »Modernen«, wie man dogmenhisto 
risch nicht ganz richtig sagt, wollen einen prinzipiellen, quali 
tativen Unterschied zwischen Metallgeld und Papiergeld 
überhaupt nicht gelten lassen, sie vernachlässigen daher diese 
Skala und kümmern sich nicht um wirtschaftliches Endziel, 
endliche Befriedigung und individualistische Sicherheit der 
Zahlungsmittel. Die anderen aber, nämlich die Metallisten, 
stellen die gewiß vorhandene Kluft zwischen Metallgeld und 
anderen Zahlungsmitteln wieder als allzu tief hin. Unsere 
Skala deutet demgegenüber an, daß manche Unterschiede 
Moll, Logik des Geldes. 6
	        
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