PLAKATF IM MITTFELALTEr
3]
Auch manche Stellen in den antiken Schriftwerken
deuten auf ein wohlausgebildetes Ankündigungswesen im alten
Rom. So berichtet uns Martial von der Ankündigung der
neuesten poetischen Erscheinungen am Laden eines römischen
Buchhändlers:
Contra Caesaris est forum taberna
Scriptis postibus hinc et inde totis
Omnes ut cito perlegas poetas
[llinc me pete....
(Gegenüber dem Cäsarenmarkte ist ein Laden, welcher mit
Schriften aus aller Welt angefüllt ist, damit manleicht eine Übersicht
über die Dichter erhalten könne: dort verlange mein Werk!)
b) Im Mittelalter und Beginn der Neuzeit,
Mit dem Untergange der antiken Kultur entstand auf
dem Gebiete der schriftlichen, öffentlichen Ankündigung eine
jahrhundertlange Lücke. Die Kenntnis des Lesens und
TEiE ple@ on.p man irıtuel 02 temparl to bar onb
„Des of ta and the wmenwWMAadS DE alıChurı fe
enprpnadD after tie Some of this prelet Leetıc whıche
ten Wei and aulp cr, lıte hbm comt tw weltmo;
netter in do tix almontfrde at tie cd pale and he (hat
haus them g000 he „4
Syuwlic (rt dula |
Abb. 44. Plakat des ersten engl. Buchdruckers William Caxton, ca. 1477
(Bodleiana, Westminster.)
Schreibens war hauptsächlich auf Geistliche beschränkt und
es waren daher Affichen zwecks Verlautbarung an die Bevölkerung
ungeeignet.
Die früheste aus dem Mittelalter erhaltene Anzeige
ist die handgeschriebene Ankündigung des Handschriftenhändlers
Diepolt Lauber, Schreiber zu Hagenau, um 1450,
in der er seine Bücher „groß und klein, geistlich und weltlich,