Full text: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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exakte Forschung seien, und ohne die man keinen 
Schritt tun könne — es sollten die Sozialwissenschaf 
ten zu Darstellungen der historischen Tatsachen eines 
jeden Gebiets werden und alles übrige etwa den Cha 
rakter jener Bemerkungen annehmen, die die Histori 
ker schon immer ihren Erzählungen hinzugefügt 
hatten. So definiert man vielleicht am besten den 
ursprünglichen Standpunkt jener Männer, deren 
Werke im Zentrum der Bewegung stehen, obgleich 
es natürlich nicht möglich ist, das Wollen und Stre 
ben einer so großen Kichtung, in der sich so viel 
Verschiedenes mischte, in einen Satz zu fassen. 
Wichtig ist für uns vor allem, daß auch diese 
Eichtung sich als etwas Neues fühlte, und daß sie 
tabula rasa machen wollte mit dem Vorhandenen. 
Dieses Vorhandene erschien ihr völlig unwissen 
schaftlich, kaum ernster Betrachtung wert und sie 
zeigte alle Lust, von ihrem Auftreten erst die Existenz 
der Sozialwissenschaften zu datieren. Wiederum 
ging niemand auf den Sinn der Vorgänger ein, 
wiederum verurteilte» man sie lediglich auf Grund 
gewisser allgemeiner Prinzipien oder allgemeiner 
Schlagworte. Das zeigte sich söhr bald innerhalb der 
historischen Schule der Jurisprudenz. Savigny und 
Eichhorn usw. hatten freilich ihre Vorgänger. Nie 
mals hatte der Sammler juristischen Materials ge 
fehlt und niemals hatte er viel von der Bechts- 
theorie, von der Theorie des Bechtsphänomens, ge 
halten — natürlich, denn beide Aufgaben haben me 
thodisch sehr wenig gemein und beide Aufgaben 
appellieren an ganz verschiedene Typen von Men
	        
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