Früher ist erschienen:
Dr. Mollat, Reden und Redner des ersten deutschen Parla
ments. Osterwieck/Harz, A. W. Zickfeldt, 1895. XVI u. 832 S. 5 JC.
Prof. Dr. R. Haym in der „Nationalzeitung" vom 26. Juni 1895: Das gefällig
und liberal ausgestattete Buch wird vielen ein willkommenes Gedenkbuch, denen, die sich für
die Geschichte unserer politischen Bildung und Beredsamkeit interessieren, eine brauchbare
Mustersammlung, allen Politikern und Patrioten von heute ein Lehrbuch sein, aus dem sich
nicht bloß die Kunst parlamentarischer Rede und Debatte, sondern äuch staatsmännische
Weisheit und Unweisheit, — aus dem sich nicht am wenigsten auch lernen läßt, gaantae
molis erat, Qermanicum condere regnum.“
Prof. Dr. G. Kaufmann in der „Deutschen Literaturzeitung" vom 21. März 1896:
„In die große politische Bewegung, welche den Mittelpunkt bildet der Entwicklung Deutsch
lands im 19. Jahrhundert, 'führt uns das Werk von Mollat. Wohl fehlt es nicht an
mancherlei Darstellungen über das Frankfurter Parlament, und darunter befinden sich Werke,
die bleibendes Verdienst haben; aber die neue Arbeit Mollats bietet zu ihnen eine glück
liche und wertvolle Ergänzung .... Dies Buch kann und wird einem größeren Kreise
anschaulich machen, was dort in Frankfurt gedacht, gesprochen und gearbeitet ist. Und damit
wird auch die billige, halb spöttische Beurteilung schwinden, die jetzt noch vielen geläufig ist,
welche von dem Frankfurter Parlament nichts kennen als die eine und andere pikante
Wendung über die doktrinären Professoren, die dort getagt haben .... Das Buch ist in
hohem Grade willkommen zu heißen."
Prof. Dr. A. v. Kirchenheim im „Zentralblatt für Rechtswissenschaft",
1895, Nr. 169: „Die „Reden und Redner" können, wie es der Berfasser wünscht, in der Tat
sein und werden: ein unübertreffliches politisches Bildungs- und Lehrmittel, eine klassische Schule
der Beredsamkeit und ein überaus wertvoller Beitrag zur Geschichte der deutschen Politik."
Die Post vom 6. Juni 1895, 1. Beilage: „Das Werk ist mit ungemeinem Fleiß ge
arbeitet und durchaus übersichtlich: es wird sicher für die Geschichte jener hoffnungsreichen
Zeit eines der wertvollsten Quellenwerke bleiben."
Jahresberichte für neuere deutsche Literaturgeschichte. 6. Bd. 1895. IV 5. Nr. 377:
„Ausgezeichnet in seiner Art ist Mollats Werk „Reden und Redner des ersten deutschen
Parlaments". Getragen von einer warmen und berechtigten Begeisterung für jenes zu lange
verkannte Parlament, wie das kurze Vorwort sie ausspricht, vermittelt es in ungemein
praktischer Weise eine Anschauung der Politik und Beredsamkeit der Paulskirche .... M.
hat für unser erstes deutsches Parlament ein Handbuch geliefert, das seinesgleichen wohl nicht
besitzt .... Aus dem ganzen Werk ist auch für die Gegenwart so viel zu lernen, daß man
dem Fleiß und der Hingabe des Herausgebers nicht genug danken kann."
Literarisches Zenkralblakt vom 15. Juni 1895: „Der Verfasser hat bei seiner Arbeit
ein reiches Quellenmaterial und in ausgiebiger Weise die Literatur benutzt, er kann sich
für seine fleißige, nützliche und verständige Arbeit des allseitigen Dankes für versichert halten."
Dr. Mollat, Lesebuch zur Geschichte der deutschen Staats
wissenschaft von Engelbert v. BolKersdorf bis Johann Stephan
Pütter. Tübingen, H. Lauppsche Buchhandlung, 1891. VIII u. 131 S. 3 Jt.
„Das Urteil über Mollats Lesebuch muß ein unbedingt günstiges sein. Das Werk
ist äußerlich geschmackvoll ausgestattet und verbindet inhaltlich den Vorzug mannigfacher
Belehrung und zugleich interessanter Lektüre. Es kann daher wie den akademischen Kreisen
so auch dem reiferen Publikum der juristischen Praktiker angelegentlich empfohlen werden."
Juristisches Likerakurblatt, 1892, Nr. 37.