Full text : Die Nationalökonomie in Frankreich

Die  Gruppe  der  Historiker

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Kultur  wirken;  die  Resultate,  die  sie  bisher  erreichte,  sind
außerordentliche.  Der  zeitgenössische  Fortschritt  wirkt  besonders ­
  zugunsten  des  Arbeiters.  Das  bewegliche  Kapital,  dann
das  unbewegliche  sind  nacheinander  von  dem  Sinken  der  Kaufkraft ­
  des  Geldes,  von  dem  Sinken  des  Zinsfußes  und  von  der
internationalen  Konkurrenz  betroffen  worden.  Was  Boden
und  Kapital  verloren  haben,  gewinnt  die  Arbeit.  Die  staunenerregenden ­
  Entdeckungen  der  letzten  hundert  Jahre  werden  die
Erniedrigung  jener  Kapitalisten,  die  nichts  anderes  als  Kapitalisten ­
  sind,  sowie  die  Erhöhung  der  Arbeit  und  des  persönlichen ­
  und  arbeitsamen  Eigentums  zur  Folge  haben“  x ).
Man  sieht:  dieses  Ergebnis,  das  Resultat  umfassender,
historischer  Detailforschung,  drückt  dieselbe  Gesetzmäßigkeit
aus,  welche  Bastiat  als  die  hauptsächlichste  der  Harmonien
des  Wirtschaftslebens  aus  deduktiver  Beweisführung  folgerte,
und  welche  Paul  Leroy-Beaulieu  als  eine  der  drei  Haupttendenzen ­
  der  zeitgenössischen  Wirtschaftsordnung  aus  der  Beobachtung ­
  der  Gegenwart  induzierte.
Es  würde  zu  weit  führen,  d’Avenel  in  seinen  vielseitigen,
hochinteressanten  Ausführungen  hier  zu  folgen.  Es  sei  nur
darauf  hingewiesen,  daß  das  häufig  übereilte  Yerallgemeinern

bona  fide  anstreben,  ohne  es  zu  erreichen,  weil  sie  mit  Naturkräften  zu  kämpfen
haben,  gegen  welche  sie  ohnmächtig  sind.“
„Die  Erfahrung  der  verflossenen  Jahrhunderte  lehrt,  daß,  selbst  wenn
nichts  in  einem  Lande  frei  wäre,  der  Preis  der  Güter  es  trotzdem  bliebe  und
von  niemand  unterjocht  werden  könnte.“
„Die  Kgl.  Ordonnanzen  von  gestern  vermochten  nicht  die  Arbeitslöhne
durch  Festsetzung  des  Maximums  zum  Sinken  zu  bringen;  die  demokratischen
Gesetze  von  morgen  würden  diese  selben  Löhne  durch  Festsetzung  des  Minimums ­
  nicht  zu  steigern  vermögen.  Obwohl  es  in  der  Theorie  Pflicht  der
Politik  ist  zu  versuchen,  durch  gesetzgeberische  Maßnahmen  den  Wohlstand
der  größten  Zahl  zu  erhöhen,  so  ist  es  praktisch  nicht  in  deren  Macht,  diese
Vermehrung  zu  verwirklichen,  nicht  einmal  dieselbe  ernstlich  zu  beeinflussen;
das  beste,  was  sie  tun  kann,  ist,  nicht  durch  unzusammenhängende  Versuche
dies  spontane  Anwachsen  des  Wohlstandes,  welches  das  freie  Spiel  der  ökonomischen ­
  Kräfte  in  unseren  Tagen  dem  Arbeiter  verschafft,  zu  hemmen.  Das
lehrt  uns  die  Geschichte  und  diese  Lehre  ist  von  hohem  Werte  im  Augenblick,
wo  gutgesinnte  und  von  den  besten  Absichten  beseelte  Leute  auf  gesetzgeberischem ­
  Wege  die  gegenwärtige  Verteilung  des  .Reichtums  zugunsten  der
Proletarierklasse  zu  revidieren  hoffen.“  Bd.  I,  p.  X—XI.
i)  ibid.  ßd.  III,  p.  480.
            
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