Alte und neue Quellen.
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o Mönche, der ich solches erwog, schwand alle Freude an der Jugend
völlig". Gleiches wird dann von Krankheit und Tod gesagt, mit
dem Unterschied, daß es zum Schluß heißt: „Mir ■ . . schwand alle
Freude an der Gesundheit" und „Mir . • . schwand alle Freude
am Leben". Das steht im Zusammenhang mit der Lehre Buddhas,
daß es drei Arten von Dünkel gibt: den Dünkel infolge von Jugend,
Gesundheit, Leben, d. h. daß der Mensch vergißt, daß er alt und
krank wird und sterben muß. Die Stelle ist auch wichtig, weil
auf ihr die Fassung beruht, die die Legende Buddhas Entschlüsse,
von Haus und Hof zu scheiden, gegeben hat. Sie weiß von Buddhas
Geburt und Jugend viel mehr zu erzählen. Die südliche jüngere
Überlieferung liegt uns besonders vor in der in Pali geschriebenen
Nidanakathä, der Einleitung zu den später zu besprechenden
llatakas, die nördliche imGalitavistara und dem Llalläv astn,
den Lebensbeschreibungen bestimmter Sekten, die erste in Sanskrit
und Versen im Gäthäbialeft, die zweite ganz im Gatlmdialekt
geschrieben. Der Lalitavistara, der auch ins Tibetische übersetzt
worden ist, ist fürvieleMillionenMenschendieQuelleihresGlaubens
bis auf den heutigen Tag. Er führt die Erzählung nur bis zur
Erleuchtung, über die auch das Mahävastu nicht weit hinausreicht.
In diesen drei Werken finden sich auch vorzugsweise die Anklänge
an christliche Erzählungen, die verwertet worden sind, um bud
dhistische Einflüsse auf die christliche Evangelienliteratur und die sich
zunächst anschließenden neutestamentlichen Schriften zu erweisen.
Zuerst ist dies in umfassender Weise geschehen vonRudolfSeydel,
dann vorsichtiger von van den Bergh van Eysinga.
Ein Beispiel diene als Probe. Bereits in einem der ältesten
Werke des südlichen Kanons, dem Suttanipäta, findet sich folgende
Erzählung. DerHeiligeAsita, mit vollerem Namen AsitaDevala
oder Kala Devala, „der schwarze vovala", sah bei einem Be
suche, den er den Göttern im Himmel machte, daß die Götter sich
in großer Freude befanden. Auf seine Frage nach der Ursache,
wurde ihm gesagt, daß im Lande der Säkyas, im Dorfe Lumbini,
ein Knabe geboren sei, der einst ein Buddha werden würde. Als
Asita dies hörte, begab er sich vom Himmel zu 8nddboäana und
ließ sich den Knaben zeigen. Als er ihn, der wie das Feuer glänzte,
gesehen hatte, nahm er ihn auf seine Arme und pries ihn als das
höchste der lebenden Wesen. Plötzlich aber fing er an zu weinen.
Die Frage der Sakyas, ob dem Knaben ein Leid drohe, verneinte
er; er weine, weil er sterben werde, ehe der Knabe Buddha ge-
ANuG 109: Pischel, Leben und Lehre des Buddha. 2. Aufl. 2