Full text : Die Nationalökonomie in Frankreich

Geschichtlicher  Überblick

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Kategorie  von  Brauchbarkeiten  zusammenfaßt 1 ).  Er  knüpft  wieder
an  Adam  Smiths  Anschauung,  die  persönlichen  Dienstleistungen
überdauerten  nicht  den  Augenblick  ihrer  Erzeugung,  und  verallgemeinert: ­
  „Alle  Arbeit  vergeht  darüber,  daß  sie  geschieht,
nur  die  Brauchbarkeiten  (welche  sie  schafft),  bleiben.  Die  einen
sind  in  den  Menschen,  die  andern  in  den  Dingen 2 ).“  Hieraus
wird  Bastiat  folgern,  die  Gegenstände  des  Tauschverkehrs  seien
ausschließlich  Dienstleistungen.
In  konsequenter  Durchführung  seines  Freiheitspostulats
erhebt  endlich  D  uno  y  er  die  Forderung  der  Testierfreiheit.
Darin  trifft  er  mit  Le  Play  zusammen,  allerdings  mit  dem  Unterschied, ­
  daß  letzterer  von  derselben  Einzelerbfolge  im  Interesse
der  Erhaltung  der  Familien  und  der  Familiengüter  erhofft,
während  Dunoyer  davon  mit  Bestimmtheit  allgemeine  Durchführung ­
  gleicher  Erbteilung,  aber  aus  freier  Erwägung  erwartet.
Unter  der  Julimonarchie  wuchs  in  Paris  die  Zahl  der
Nationalökonomen,  welche  sich  um  die  Fahne  der  als  die  Wissenschaft ­
  schlechthin  geltenden  Lehre  vom  „laisser  faire“  scharten,
zu  einer  stattlichen  Gruppe  an.  Mittel-  und  Sammelpunkt  derselben ­
  war  die  Verlagsbuchhandlung  Guillaumin,  welcher  bis
1905  ein  faktisches  Monopol  aller  Veröffentlichungen  der  Anhänger ­
  der  liberalen  Schule  verblieb.  1905  trat  der  letzte  Sprosse
des  „Ökonomistengeschlechtes“  Guillaumin:  des  Begründers
des  Verlags  jüngste  Tochter,  welche  denselben  über  20  Jahre
geleitet,  ihn  an  Felix  Alcan  ab,  der  nunmehr  der  offizielle  Verleger ­
  der  liberalen  Schule  ist.  Daneben  finden  wir  unter  der
Julimonarchie  und  bis  ins  zweite  Kaiserreich  hinein  den  Salon
von  Horace  Say,  des  Sohnes  von  J.  B.  Say,  als  Treffpunkt  der
liberalen  Volkswirte  aller  Länder.
Aus  der  Zeit  der  Julimonarchie  sind  noch  zu  erwähnen:
Adolphe  Blanqui,  Nachfolger  J.  B.  Says  am  „Conservatoire  des
arts  et  métiers“,  Louis  Reybaud,  Léon  Faucher,  Joseph  Garnier  usw.
Blanqui  schrieb  eine  breit  angelegte,  etwas  oberflächliche,  aber
„Ist  es  nicht  auffallend  zu  sehen,  dass  J.  B.  Say  materielle  und  immaterielle ­
  Produkte  unterscheidet,  er,  der  doch  so  treffend  erkannte,  daß  wir
den  Stoff  nicht  schaffen  können  und  daß  wir  in  allen  Dingen  nur  Brauchbarkeiten ­
  erzeugen?“  De  la  Liberté  du  Travail,  Bd.  II,  p.  11—12.
a )  ibid.
            
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