fullscreen : Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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land  hat  jedoch  einen  natürlichen  Vorteil,  der  sich  auch  hier  geltend ­
  macht:  die  Flötze  sind  flach  gelagert.  Nicht  ungewöhnlich
sind  Längen  von  3—6  km.  Die  Resultate  sind  sehr  günstig,  betragen ­
  doch  z.  B.  auf  einem  Werke  bei  einer  täglichen  Leistung
von  330  t  die  Kosten  für  eine  Tonne  und  eine  Meile  einschl.
Amortisation
bei  Schlepperförderung  ca.  34  Pf.
bei  Pferdeförderung  »  21  »
bei  elektrischer  Förderung  »  17  »

In  Deutschland  sei  zuerst  das  Saargebiet  betrachtet.
Auf  der  staatlichen  Steinkohlengrube  Von-der-Heydt*•)  genügte ­
  die  bis  dahin  benutzte  Seilförderung  den  hohen  Ansprüchen
nicht  mehr,  bezw.  bei  der  erforderlichen  grösseren  Geschwindigkeit ­
  nur  bei  Gefahr  von  Entgleisungen  und  damit  für  das  Leben
der  Bedienungsmannschaften.  Man  schritt  zur  Anlage  einer
Kettenförderung.  Rechnungen  ergaben,  dass  das  Anlagekapital
bereits  nach  7  Jahren  durch  Betriebsersparnisse  gedeckt  sei.
Einer  andern  Quelle 1  2 ),  die  sich  sehr  eingehend  mit  den
Förderanlagen  auf  derselben  Grube  beschäftigt,  entnehme  ich
einige  typische  Zahlen.  Es  betrugen  die  Förderkosten  für
IOO  Ztr.

100  m

in  Pfg.:

Bei  Seilförderung  Bei  Kettenförde-  Bei  Kettenförderung

in

rung  a.  d.  Halde

im  Burbachstollen

Bei  der

Krug-Lanrpen-





mit

ohne

mit

Pferdeförderung

schacht

nest

Kettenkosten

Kettenkosten

1872

3,86

3,45

6,11

6,13

1,96  (1875)  2,27

io,57

1880

2,00

2,16

2,84

2,97

1,41

1,60

10,00

Hier  sehen  wir,  wie  im  Gegensatz  zu  der  unter  1  behandelten
Pferdeförderung  und  wie  auch  der  hier  angeführte  Einheitssatz
von  etwa  10  Pfg.  zeigt,  die  Kosten,  auf  die  Einheit  bezogen, ­
  beträchtlich  gesunken  sind.  Sehr  günstig  ist
das  Resultat  bei  der  Kettenförderung  im  Burbachstollen.  Die
Seilförderung  hat  relativ  ungünstig  gearbeitet,  sie  ist  nicht  die
Förderung  des  Saargebietes,  das  im  Gegensatz  zum  Ruhrgebiete
die  Kette  als  Zugmittel  bevorzugt.
Neben  dem  Fallen  der  relativen  Betriebskosten  findet  sich

1)  E.  Braun,  Die  Kettenförderung  im  Von-der-Heydt-Stollen  der  Königlichen
Steinkohlengrube  Von-der-Heydt  bei  Saarbrücken.  Preuss.  Zeitschr,  1891.  B.  1  ff.
2)  Vollert,  Die  Seil-  und  Kettenförderungsanlagen  der  kgl.  Steinkohlengrube
Von-der-Heydt  bei  Saarbrücken  in  Bd.  30  der  Preuss.  Zeitschr.
            
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