II. Teil.
Die gegenwärtige Lage der liberalen Schule.
A. Positionen, welche die liberale Schule Inn e hat, und
Organe, über die sie verfügt.
Die liberale Schule hat in der Société d’Economie politique
ihre offizielle Organisation. Sie allein ist vertreten in der natio
nalökonomischen Abteilung der Académie des Sciences Morales et
politiques; die volkswirtschaftlichen Lehrstühle an der Ecole libre
des Sciences Politiques sind in ihrer Hand, desgleichen mehrere
Lehrstühle an staatlichen Lehranstalten: dem Collège de France,
dem Conservatoire national des Arts et Métiers, den juristischen
Fakultäten und den technischen Fachhochschulen. An Zeitschriften
stehen ihr zur Verfügung: Journal des Economistes, Economiste
Français, Bevile des Deux Mondes, Monde Economique und La
France Economique et Financière. An Tageszeitungen : Journal des
Débats, in geringerem Mafie Le Siècle; außerdem mehrere Börsen
blätter.
Von der Société d’Economie Politique wurde bereits oben,
(S. 27) alles Wissenswerte gesagt ; es erübrigt also darauf zurück
zukommen.
Académie des Sciences Morales et Politiques. Sie wurde
1795 von dem Nationalkonvente ins Leben gerufen und den
übrigen, bereits bestehenden Akademien des Institut de France
angegliedert.
1803 beseitigte Bonaparte als erster Konsul die neue Aka
demie, weil er von deren „Ideologen“ Gefahren für seine herrsch
süchtigen Pläne befürchtete. 1832 trat die Anstalt wieder in
ihrer ursprünglichen Form ins Leben. Sie umfaßte fünf Klassen
zu je sechs Mitgliedern, davon eine für politische Ökonomie.
Daneben gab es auch freie und korrespondierende Mitglieder.