Full text : Die Arbeiterfrage

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Weniger  die  schwere  Arbeit,  als  die  Um
gunst  der  Erwerbsverhältnisse  (starke  Familie ­
  6  Kinder)  haben  es  mit  sich  gebracht,
daß  ich  mit  keinem  Gedanken  an  die  Zukunft ­
  denke.  Eine  gewisse  Apathie  (mein
Schisma)  hat  von  mir  Besitz  genommen.
(2.)  [T.B.]

41

21,—

Weber

Das  ich  bald  von  dieser  bösen  Weid  befreit ­
  werde.  (3.)  [T.  F.]

42

18,—

Tuchmacher ­


Ich  habe  gar  keine  Hoffnung  als  wie  einem
Elenden  Tot  zu  sterben,  und  vielleicht  ein
langes  Krankenlager.  Wünsche  hätte  Ich
sehr  fühle  aber  nützen  mir  leere  Wünsche?
Das  ist  blos  ein  Traum.  Ich  würde  einen
besseren  Haushalt  führen.  Ich  würde  mich
besser  Kleiden.  Ich  würde  meiner  Familie
ein  besseres  Leben  verschaffen.  Ich  würde
mein  Kindern  eine  bessere  Schulle  geben,
als  wie  Ich  habe.  Dass  werden  sie  schon
aus  mein  Schreiben  ersehen.  Ich  würde
alles  besser  gestalten  Wenn  Ich  Vermögen
hätte,  so  ein  Staubtiehr  würde  Ich  nicht
sein.  Ich  würde  einem  Andern  auch  was
zu  kommen  lassen.  (3.)  [T.  F.]

43

5

Tuchweber ­


Zum  Schluß  habe  ich  die  Hoffnung  und
den  Wunsch  daß  die  Arbeit  zu  einer  blühenden ­
  strotzenden  Jungfrau  emborgehoben
  werde  heute  ist  sie  brostituiert  jeder
Mensch  scheut  Sie  alle  Menschen  wollen
der  Arbeit  entfliehen  die  Fabriken  sind  die

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18,—

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Weber

Portelle  die  Beamten  sind  die  Zuhälter  und
die  Kapitalisten  sind  die  Porteibesitzer.  (3.)
[T.F.]
Die  Streitkunst  sollte  von  unserer  Seite
unterlassen  werden  und  dieselbe  für  uns
ein  unbekannter  Begriff  sein!  Wir  müßten
uns  für  viel  zu  erhaben  dünken.  Des  Menschen ­
  —  oder  wenigstens  jedes  Einzelnen
unter  uns  —  Höchstes  Gedankenbild
sollte  sein,  mustergiltig,  vorbildlich,  glokkenrein
  kurz,  in  der  vollendetsten  Vorstellung ­
  sich  zeigend  seinen  Mitmenschen
gegenüberstellen.  Nicht  den  Feind,  sondern ­
  den  Menschen  im  Menschen  sehen,
das  ist  der  höchste  vollendetste  Gedanke!
So  verstehe  ich  die  vergesellschaftlichung
der  Menschheit!  (2.)  [T.F.]

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8

Handweber ­


Das  ist  mein  wünsch  wen  ich  gestorben
daß  ich  in  der  Geister  Weid  nicht  zu
schlecht  ankommen  mechte.  (3.)  [T.  F.]

46

47

19,-21,—



Weber

Kettenscherer ­


Ich  bin  in  den  Hoffnung  das  ich  zu  Ihrer
Zufriedenheit  ihre  lieben  Fragen  Beantwortet ­
  habe.  (3.)  [T.  F.]
Wenn  man  in  meine  Jahre  kommt,  dann
läßt  das  Wünschen  und  das  Hoffen  langsam ­
  nach;  denn  gleich  wie  das  Laub  verlieren ­
  die  Bäume,  so  schwinden  in  dem
Leben  Ideale  und  Träume.  Daß  ich  eine
Erlösung  der  darbenden  Menschheit  noch
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