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Durchschn.
Wochenverdienst
Art der
sschäftigung
jhr.
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M.
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32
6
32,—
Bergmann
Ich habe Hoffnung durch die Sozialdemokratie
die Lebenslage der Menschheit zu
einer besseren menschenwürdigen umzugestalten,
hege aber auch die Befürchtung,
daß späterhin das Volk nicht imstande sein
wird, das erworbene Gut festzuhalten und
zu bewahren. (2.) [B. R.]
33
3
30,—
Bergmann
Ich für meine Person habe meine Hoffnungen
und Wünsche größtenteils zu
Grabe getragen, da sich dieselben wohl
niemals verwirklichen lassen, aber meine
Kinder werde ich zu denkfähigen, opferfreudigen
und zielbewußten Klassenkämpfem
erziehen. (2.) [B. R.]
33
8
21,-Berg
Ich glaube an die soziale Revolution auf
evolutionistischem Wege. Ich bin Optimist
von Natur nnd hoffe nicht, ich weiß.
Ob es für mich besser wird in grob materiellem
Sinne, weiß ich nicht. Das ist
auch nebensächlich. Aber die moderne Arbeiterbewegung
beglückt mich und alle
meine Freunde durch den wachsenden
Strahl der Erkenntnis. Wir begreifen, daß
wir nicht mehr Ambos, sondern Hammer
sind, die unserer JCinder Zukunft schmieden,
und dieses Gefühl wiegt Gold nicht
auf. (1.) [B. Schl.]
34
3
35,—
Bergmann
I
Zu dieser Frage schreite ich mit besonders
freudigem Eifer. Ich konstatiere mit
Genugtuung, daß die Umwirkung der Mo-292
ralität durch den Einfluß der gewerkschaftlichen
wie politischen Bewegung bei
mir eine eminente war. Vor dem Bekanntwerden
mit Tendenzen und Endziel unserer
Partei habe ich fortgesetzt mit der
Polizei in Konflikt gelegen (Diebstahl, grober
Unfug), bin Insasse des rheinischen
Korrektionshauses zwei Jahre gewesen.
Seit Eintritt in die hier bemerkten Bewegungen
trat bei mir auch nicht das geringste
Delikt mehr ein. Auf diesen ethischen
Erfolg bin ich stolz, und trotz alledem
: die Quintessenz dieser moralischen
Errungenschaft ist die bitterste Hoffnungslosigkeit.
Ich bin mir zu sehr in dem
grandiosen Emanzipationskampf des Proletariats,
der idealistischen Triebfeder meir
nes Wirkens bewußt, um hoffnungsfreudig
auf besonders bedeutende greifbare
Änderungen zu warten. Die sozialen Erfolge
der Gewerkschaftsbewegung verzehren
sich wieder spurlos in dem Wucherprozeß
der kapitalistischen Begleiterscheinungen
der gegenwärtigen Wirtschaftsmethode.
Außerdem löst das fortwährend
über mir schwebende Damoklesschwert
wirtschaftlicher Maßregelung auch
keine besonders glücklichen Gefühle aus.
Für meine Person lund meine Zukunft ist
die Bilanz im Laufe der Gegenwart schon
gezogen, und das Resultat ist minus. (2.)
[B.R.]