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Stehe auf dem Standpunkt der Monisten. (2.)
[T.B.]
Innerlich mit der Kirche gebrochen, äußerlich dürfte
ich ihr nicht mehr lange angehören, (x.) [T. F.]
Bin noch nicht ganz von Gott abgefallen. (3.)
[T.F.]
Ich glaube an keinen Gott. Aus der Kirche bin
ich noch nicht ausgetreten, weil die Sache noch
nicht populär genug ist. (3.) [T. F.]
Über diese Frage bewahre ich immer lieber Dis
kretion. (3.) [T. B.]
Erstens giebts keinen, zweitens sein die hohen
Steuern. (4.) [T. F.]
Ich glaube an kein Göttlicheswesen. bin aber noch
nicht der Landeskirche ausgeschieden. Um einen
Zwiest in der Familie zu vermeiden. (3. t.) [T. F.]
An den lieben Gott glaube ich soviel wie garnicht
mer. Zum austrit aus der Landeskirche habe ich
den Mut noch nicht gefunden, teils auf die rück-
sicht meiner röligiösen Eltern, teils aus mir selbst.
(30 [T.F.]
Ich glaube nur noch zuweilen an ein Höhres We
sen, früher war ich viel frömmer. In schweren
Stunden rufe ich immer den lieben Gott an. (3.)
[T.F.]
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Die notwendigkeit aus der Kirche auszutreten, habe
ich noch nicht empfunden, wiewohl mir die Kirche
gerade zu sagen auch nichts nützen kann. Was
I aber nicht mit meinen Glauben in Betracht kommt.
: An einen lebendigen lieben Gott muß ich glauben,
das ist so tief in mir gewurzelt, und ich bete oft
zum lieben Gott ganz wunderliche Gebete. (3.)
[T.F.]
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2
Nein, denn wenn wir einen Gott hätten, wie er
uns in der Schule und Kirche gelehrt, würden seine
Vertreter die Pfaffen auch nicht eine Stunde mehr
auf Erden sein. (3.) [T. B.]
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2
Beides nicht. Es mag ein gut Stück Konservativis
mus sein das ein großer Teil Parteigenossen der
Kirche angehören. Ihren Einfluß hat die Kirche
dadurch verloren, daß sich ihre Diener zu skrupel
losen Werkzeugen des klassenstates erniedrigten.
(1) [T.B.]
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An den Gott der heutigen Staatskirchen glaube ich
nicht. Ich weiß nicht ob es einen Gott giebt. Ich
weiß nur, daß es unlösbare Fragen giebt. Gott heißt für
mich, etwas unfaßbares mit einem Wort ausge
drückt. Im übrigen halte ich sehr viel von der
Anschauung Goethes im Faust. Ich verfolge mit
Interesse den Kampf zwischen Freidenkertum und
Christentum und den Streit zwischen liberalen und
sogenannten positiven Christen. Seit dem Jahre 1904
bin ich aus der evangelischen Landeskirche aus
getreten und auch nicht kirchlich getraut. (1.)
[T.B.]