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statiert werden. Aber auch hier, wo immer die Art der Arbeit
es zuläßt, ganz merkwürdige Zusammenhänge zwischen dem
gleichmäßig monotonen Geräusch der Maschinen und dem in
tellektuellen Habitus.
Ein Metallarbeiter, der ein Fallwerk bedient, schreibt: „Das
Getöse der Maschinen ist die Ursache meines phantastischen
Geistes. Es surren mir dabei die verschiedensten Melodien, ja,
ganze Tonwerke im Kopfe herum.“ Ein anderer: „Wie oft ver
träume ich die Stunden an der Drehbank, während der Stahl
von der langsam zwischen den Spitzen sich drehenden Welle
spiralförmig aufgerollte Blechspäne von vielen Metern Länge
abschält. In das rhythmische Knattern der Treibriemen auf den
Transmissionsscheiben mischt sich das vibrierende Kreisen und
Bumßen der großen Gußstücke, auf die der fest angezogene
Schubbstahl anbeißt. Dieser Schwall von disharmonischen Me
tallstimmen lagert sich wie eine flimmernde, akustische, nur
dem Ohr wahrnehmbare Hohlkugel um die bewegte Maschine
und um den, der sie bewacht. Erregt daher seine im
Mittelpunkt dieser Schallwellenbewegung schwellende Phanta
sie. Man starrt mit körperlichen Augen auf das langsam sich
umwälzende Arbeitsstück. Die Hand ruht lässig, aber bereit
an der Supportkugel, nur die Gedanken schweifen durch die
roten Fabrikmauern, nur das wachsame Ohr registriert den ver
änderten Gang der Maschine oder das Stumpfwerden des
schneidenden Drehstahls. Die Klangfarbe der von Stahl und
Eisen erzeugten Töne entspricht Worten, deren Rhythmus die
Bewegung der Maschine bestimmt. Man hört auf, anders als
in Rhythmen zu denken. — — Man dichtet, und der Treib
riemen skandiert. Wie manches Gedicht verdanke ich dem me
tallenen Klingen der Drehbank. — — — —“
Etwas realer verhält sich ein Metalldreher: „Bei der Ar
beit denke ich über die Zukunft meiner Familie. Wirst du Glück
haben, um deiner Familie ein sorgenloses Leben zu sichern?
Wirst du die kühnen Gedanken, die dein Hirn durchfliegen, in
Wirklichkeit umsetzen können? Oder bist du nur ein Sklave
deiner Phantasie ? Solche Gedanken habe ich bei der Arbeit,
die immer größere Dimensionen annehmen, je mehr ich an
mein Elend denke.“ Die in den Großstädten konzentrierten Me
tallarbeiter zeigen überhaupt, soweit ihnen die Möglichkeit offen