Full text : Die Arbeiterfrage

112

Alter

Ui
<L>
T3
C
s
'S
*>
<D

Durchschn.
Wochenverdienst ­


Tägliche
Arbeitszeit

Jahre

M.

Std.

38

3

32,—

8

Ich  denke  fast  ständig  an  Fragen,  welche
außerhalb  meiner  Arbeit  liegen,  meistens
über  naturwissenschaftliche  oder  gesellschaftswissenschaftliche ­
  Fragen  nach,  (x.)
[B.R.]

39

3

25,—

8 1 /2

Was  kann  ich  da  viel  denken?  Wenn  der
Steiger  vor  die  Arbeit  kommt,  sagt  er  gewöhnlich: ­
  Wieviel  Wagen  habt  Ihr  schon
und  wieviel  giebt  es  noch?  (3.)  [B.S.]

40

3

30,—

9

Bei  dem  hastigen  Arbeiten  ist  es  unmöglich, ­
  viel  zu  denken.  Man  hat  nur  das  eine
Bestreben,  soviel  wie  möglich  Kohle  w;egzubekommen,
  um  seinen  Kumpels  im  Gegendrittel ­
  gerecht  zu  werden  und  dem
Steiger  seinen  Sold  zu  schaffen.  (1.)  [B.S.]

41

7

22,  -

9

Ich  kann  mir  keinen  Zustand  vorstellen,  bei
dem  man  nicht  denkt.  Ich  baue  bei  der
Arbeit  Luftschlösser,  forme  Länder  und
Welten  und  mache  große  und  kleine  Politik,
philosophiere  wie  Diogenes.  Kurzum:  ich
bin  ein  unruhiges  Quecksilber,  daß  ich
immer  einen  Knochen  haben  muß,  an  dem
ich  nagen  kann.  (1.)  [B.  Schles.]

42

3

20,-8



Ich  habe  nicht  zu  denken  bloß  aufzupassen
wenn  kein  Holz  da  ist  daß  mier  nichts  auf
den  Kopf  feilt  und  schlägt  mich  gar  Tod.
(3.)  [B.  Schles.]

Alter

U
<D
C
5
’S
<D

Durchschn.
Wochenverdienst ­


Tägliche
Arbeitszeit

Jahre

M.

Std.

43

5

35,—

8

Ich  denke  sehr  oft  das  wir  Arbeiter  schlimmer ­
  als  Thiere  behandelt  werden  und  führ
unser  schwere  Arbeit  nicht  einmal  recht  satt
Essen  können.  Das  der  Gewinn  den  wir  erringen ­
  die  Reichen  wieder  verprassen  und
verhurren,  und  geben  uns  nur  eben  so  viel
das  wir  am  Leben  bleiben  und  für  sie  weiter
schuften  können.  (3.  t.)  [B.  R.]

44

7

25,—

7  v»

Der  Hauptgedanke  bei  der  Arbeit  ist,  viel
herauszuschaffen,  damit  der  Beamte  zufrieden ­
  ist.  (4.  t.)  [B.  S.]

45

1

1
8"

9

Ich  denke,  kanns  leider  nicht  lassen,  zumeist ­
  an  mein  Kind  zuhause  oder  über  das
zuletzt  gelesene  Buch.  Einmal  kostete  mich
das  Denken  in  der  Grube  zwei  Finger.
Kanns  trotzdem  nicht  lassen.  (3.)  [B.  Schles.]

46

5

30,—

8  Vs

Ich  denke  sehr  viel  bei  der  Arbeit,  zumal
wenn  ich  von  einem  Nichtstuer  angeschnauzt ­
  werde:  Wie  kommt  es,  daß  wir
Arbeiter,  die  wir  die  Werte  schaffen,  noch
weniger  geachtet  werden  wie  das  liebe
Vieh?  (2.)  [B.  R.]

47

7

24,-9



Unmöglich  zu  denken.  Man  muß  arbeiten
wie  wahnsinnig.  (3.  t.)  [B.  Schles.]

48

8

30,—

8

Ich  grüble  ständig  über  die  Misere  des  Lebens ­
  nach,  über  soziale,  politische,  wirtschaftliche ­
  Fragen,  über  den  Ursprung  des
Lebens,  über  den  Tod.  (2.  t.)  [B.  R.]
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.