Full text : Die Theorie der Volkswirtschaft

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da  er  sein  Werkzeug  im  Kampf  gegen  die  Natur  anwendet  und
dadurch  mit  einem  geringeren  Kraftaufwand  größere  Resultate
erzielt.
Derselbe  Trieb  der  Kraftersparnis  veranlaßt  den  Menschen
schon  in  den  ersten  Perioden  der  Wirtschaftstätigkeit,  seine  Kräfte
planmäßig  auszunutzen,  d.  h.  seine  Wirtschaftstätigkeit  so  einzurichten, ­
  daß  er  nicht  mehr  Arbeit  bei  der  Gewinnung  und  Verarbeitung ­
  der  Nahrungsmittel  aufzuwenden  braucht,  als  unbedingt ­
  notwendig  ist.  Der  Mensch  braucht  Nahrung,  Kleider,
Wohnung  usw.,  sowie  Werkzeuge,  um  diese  Gegenstände  produzieren ­
  zu  können.  Es  ist  klar,  daß  der  Mensch  zur  Befriedigung
jedes  einzelnen  Bedürfnisses  einen  bestimmten  Kraftaufwand
machen  muß.  Da  er  in  seiner  Wirtschaft  nur  beschränkte  Produktivkräfte ­
  besitzt,  so  darf  er  mit  diesen  nicht  verschwenderisch
sein.  Wird  das  notwendige  Verhältnis  gestört,  nimmt  die  Produktion ­
  beispielsweise  von  Nahrungsmitteln  zuviel  Zeit  und
Arbeit  in  Anspruch,  so  werden  die  anderen  Bedürfnisse  unbefriedigt ­
  bleiben  müssen.
So  zwingt  der  zuerst  instinktive  und  dann  bewußte  Trieb  der
Kraftersparnis  zur  planmäßigen  Wirtschaftstätigkeit,  die  darin
besteht,  daß  für  die  Erzeugung  verschiedener  Gegenstände  nur
eine  bestimmte  Quantität  der  Arbeitskraft  aufgewendet  wird.
Die  Arbeitsproduktivität  bei  der  Gewinnung  der  Rohstoffe  ist
in  verschiedenen  Jahreszeiten  verschieden.  Gewisse  Arbeiten
können  überhaupt  nur  in  bestimmten  Jahreszeiten  verrichtet
werden.  Deshalb  muß  das  wirtschaftende  Subjekt  seine  Arbeit
den  Jahreszeiten  entsprechend  einrichten.  Kurz,  das  Grundmotiv, ­
  das  der  Wirtschaftstätigkeit  die  Richtung  gibt,  ist  das
Bestreben  der  Menschen  nach  Kraftersparnis.
Dieses  Moitv  ist  aber  außerstande,  die  menschliche  Tätigkeit
zu  ändern.  Wenn  die  Arbeitsproduktivität  beispielsweise  in  der
Naturalwirtschaft  unverändert  bleibt,  so  bleibt  auch  die  Organisation ­
  der  Arbeit  und  die  Verteilung  der  Produktivkräfte,  die  durch
das  Bestreben  nach  Kraftersparnis  hervorgerufen  ist,  unverändert.
Wenn  die  Technik  und  die  Werkzeuge  dieselben  sind,  so  kann
der  Mensch  trotz  seinem  Streben  nach  Kraftersparnis  in  seiner
            
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