Viertes Kapitel.
Die Rolle der Natur und der Arbeit in der wirtschaftlichen
Tätigkeit.
I.
Indem wir die wirtschaftliche Tätigkeit der menschlichen Gesellschaft
in den verschiedenen Perioden der ökonomischen Entwicklung
analysieren, müssen wir vor allem die Rolle dieser
Tätigkeit feststellen, d. h. die Bedeutung der Arbeit einer- und der
Natur andererseits bestimmen.
Was für ein Gebiet der menschlichen Tätigkeit wir auch
untersuchen, wir finden immer, daß die Arbeit allein ohne Mitwirkung
der Natur nichts Materielles schaffen kann; sie
ist bloß imstande, die Gegenstände, die uns die Natur liefert,
unseren Bedürfnissen anzupassen oder den Schaffensprozeß der
Natur zu befördern, indem sie die natürliche Energie in bestimmter
Richtung ausnutzt.
Als der Mensch sich von den fertigen Gegenständen, die er
in der Natur fand, ernährte, bestand seine Tätigkeit bloß
darin, diese aufzusuchen, Wurzeln und Pflanzen zu
sammeln, das Tier zu fangen oder zu erschlagen usw. In der
Viehwirtschaft vermehrt sich das Vieh auf natürlichem Wege,
wie es sich auch auf den natürlichen Wiesen ernährt. Die Arbeit
des Menschen beschränkt sich dabei bloß auf die planmäßige
Ausnutzung der schaffenden Tätigkeit der Natur und auf die
Verarbeitung der Natur gegenstände, um sie brauchbar zu machen:
auf Erbauung von Häusern aus Holz und auf ihre Heizung, auf
die Anfertigung von Kleidern aus Tierfellen usw.
In der Landwirtschaft richtet der Mensch seine Energie
darauf, den Boden bloß die notwendigen Pflanzen hervorbringen
zu lassen. Mit dem Übergang zu intensiverer Kultur sucht der
Mensch den gleichen Umfang des Ackers besser auszunutzen.