Abschn. 37. Zahlung toO bei va, von dem Zahler.
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In P. Fay. 56 (106 n. Chr.) heißt es hinter der Zeitangabe :
^ Ai(éTpaii;e) òià <Í>Xaoi)í[o]u ‘HXioò(újpou) xcd ’Apaß(iujvo5)
TrpaK(TÓpujv) 'EXévri M..[. ..jpçç vauß(iou) KaT(oÍKu;v)
ToO auToO (êiouç) 0eaò(eX(peíaç) xa(XKoO)^ TpiaKÓcnoi, irpoa-
ò(iaTpa9Ó|Lieva) x(«^koO) ö(ßoXoi) X, KoX(Xußou) xa(^KoO) i,
(TujußoX(iKa) xa(XKOÛ) a (%iau), xai unèp KaT(oÍKUJv) 0ea-
ò(eXcpeíaç) ^iJTr(apoO) àpT(upíou) (òpaxgai) òéxa òúo, Y(ívovTai)
(òpaxiaai) iß.
Diese Urkunde hat mit dem Girowesen nichts zu tun, überdies
betrifft sie Steuerzahlung in Geld; sie möge aber dazu dienen, im
Zusammenhänge dieses Abschnittes die Ausführungen zu vervoll
ständigen. Frau Helene ist Katökin, sie zahlt daher die auf ihr
Katökengrundstück entfallende Naubionsteuer und den Katöken-
lehenzins. Die Erheber sagen von ihrem Standpunkte : òiétpavpe
vaußiou KttTOÍKUJV und (jirèp Karoíxoiv, d. h. „sie hat bezahlt zu Händen
der Steuererheber H. K auf den Titel EatökennaubionSteuer
X Drachmen, an Nebenkosten x Obolen“ usw., „sowie auf den
Titel Katökenlehenzins von Theadelpheia x Drachmen“.
Abschnitt 37.
Zahlung toö òeíva, von dem Zahler.
In den voraufgehenden Abschnitten sind Beispiele behandelt
worden, in denen die Präpositionen eiç, òiá und úrrép einen
Anhalt bieten, um zu beurteilen, ob der hinter der Präposition
stehende Mann der Zahler oder der Empfänger ist ; wir sahen aber,
daß schon das ûnép doppelsinnig ist und von FaU zu Fall eine
Prüfung darüber erfordert, ob es auf den Zahler oder Empfänger
hinzielt. Jetzt treten wir in ein noch schwierigeres Gebiet ein,
wo uns die Präpositionen gänzlich verlassen; wir sind auf bloße
Genetive angewiesen.
Beginnen wir mit der Betrachtung von BGU. 755 (118 n. Chr.) :
’'E[t]ouç òeuTépou A[ij]TOKpáTopoç K[aí]ô‘apoç Tpaiav[o]û
'AòpiavoO ZeßacTToO pnvl K[ai]ffapf)[iu] ãi®. 'Hpa[K]Xeíònç xai
[|Lié]Tox(oi) (t[i]toX(óyoi) TÓTr(ujv) tujv Ttepl 'Hpax(Xeíav). Mepe-
Tpf|(g€0a) àTTÒ TÚJV T€vr|(|LiáTLuv) ToO aÒToO [IJtouç eiç
‘ vgl. die Berichtigung in P. Teb. II S. 341.
* d. i. 11. Solche auf semitischen Einfluß zurückzuführende Zahlen
schreibung findet sich oft, z. B. P. Hib. I 104, 1 ; HO, 37; P. Petr. II 13 (17), 4;
Dittenb. Or. gr. Inscr. 257, 19. Vgl. Wilcken, Archiv I S. 557 ; II S. 390.