fullscreen: Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

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Teil IV. Girobanknotariat. 
òi’ ú|Li[újv] èvecTTióOTii õ[ ]va, ßouXoiueOa èX[ Jcrai. 
Aló èTriòíòo)Li[€v], ÕTtujç ám(T[TaXni t]ií> pviiiuovi, ibç KaOiÍKei. Grenfell 
und Hunfi schlugen vor, zu ergänzen: à[|iTTeXOù]va, ßouX0|iie0a 
àX[XoTpiüü](Tai. Wessely (aaO.) dagegen spricht von einer Sklaven- 
èKXÚjprjcnç, er scheint also ô[oûXov] und èK[xaipn]crai zu ergänzen. 
Wessely ist auf dem richtigen Wege; wäre d[|LiTreXúj]va richtig, so 
würde, wie üblich, die Lage des Grundstückes, wenn auch noch 
so kurz, angegeben worden sein. Meine Vermutung, daß in der 
Lücke òoOXov dppeva stecke, wird von Kenyon bestätigt; es 
scheint nach Kenyon dazustehen: 0[oü]X(ov) [dppejva^. 
Zwei weitere Belegstellen über Sklavenkäufe siehe unten S. 307. 
Die fünfte Belegstelle ist BGU. 1073 (275 n. Ohr.), neu her 
ausgegeben von Viereck in Klio VIII S. 423 ff. Hier war einem 
Künstler namens ApoUodidymos das Recht der àxéXeia verliehen 
worden ; ApoUodidymos reicht die Besitzpapiere an den Rat seiner 
Vaterstadt Oxyrhynchos ein, und der Rat sendet sie mit einem 
Anschreiben an die ßißXioOiiKri èTKTiícreuuv (Z. 14ff.): 
èírei ouv òkóXouOov lyvujiLiev eivai raOxa q)avep(újç) dye- 
véTKtti úpív, ív’ eiòfjxe xfjv ÚTtdpxoucrav aòxúj èK xiôv vópiuv 
dxéXiav Kui xqv òéoucTav napáGecTiv iroiiíaricrGe xip 
òvópaxi aòxoO, èmffxéXXexai Opív, qpíXxaxoi. 
Zu deutsch: „nachdem wir es für nötig erachtet haben, diese 
seine (des Künstlers) Berechtigungspapiere ® euch öffentlich zu über 
reichen, damit ihr die gesetzmäßig ihm zustehende Steuerfreiheit 
zu Kenntnis nehmet und die erforderliche Niederlegung (der Papiere 
im Fachwerke) unter seinem Namen ^ ausführet, so werden sie (die 
Papiere) euch anbei übermittelt“. 
Der Rat von Oxyrhynchos hat in seinem Dienstgebäude unzwei 
felhaft eine umfassende Registratur gehabt, wo allerlei wichtige 
und unwichtige Aktenstücke tausendfältig aufbewahrt wurden ; dort 
hätten auch die Papiere der Bürger über die ihnen verliehenen 
ÒÍKttia eine sichere Stätte gefunden. Indessen gibt der Rat die 
^ Class. Rev. 1898 S. 435. 
* Kenyon schreibt mir: „in lacuna Pap. 299, 7 would not admit of 
boOXov dppeva written at full length ; but there are traces of a letter written 
above the line which would suit and it would therefore be quite possible 
to read b[ou]X [appejva. ap-rreXiuva is not possible, the first letter being 
certainly b“. 
® raOxa bezieht sich auf ein voraufgehendes bixaia. 
* vgl. Abschn. 89.
	        
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