Full text : Girowesen im griechischen Ägypten, enthaltend Korngiro, Geldgiro, Girobanknotariat mit Einschluss des Archivwesens

Abschn.  79.  Der  Begriff  ávaypacpfi.

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Es  handelt  sich  nunmehr  um  die  Bedeutung  des  Wortes
‘àvttYpaqpn’î  das  an  der  Spitze  des  Überweisungsschreihens  steht.
Das  nächstliegende  ist,  das  Wort  durch  „AufSchreibung“  zu  übersetzen ­
  und  die  Sachlage  dahin  zu  erklären,  daß  dieses  Wort  als
Überschrift  für  diejenigen  Dinge  gilt,  die  unmittelbar  hinterher
„aufgeschrieben“  und  mit  *eicri  òé’  eingeleitet  werden,  das  sind
die  einzelnen  Aktenrollen.  Man  könnte  demgemäß  übersetzen:
»Nachweis  der  Aktenrollen,  die  eingesandt  werden,  und  zwar:
21.  Hadrianos“  usw.  Dabei  ist  aber  zu  berücksichtigen,  daß
der  „Nachweis“  lediglich  deshalb  niedergeschrieben  wird,  um  der
zweiten  Behörde,  d.  h.  dem  Staatsarchive,  als  Beleg  zu  dienen
zur  Prüfung  darüber,  ob  die  übersandten  Rollen  stimmen.  Daher
ist  diese  dvaypacpfi  eine  „Aufzeichnung“,  die,  weil  sie  für  eine
zweite  Behörde  angefertigt  und  an  diese  zweite  Behörde  auch  abgesendet ­
  wird,  zugleich  als  eine  „dienstmäßige  Anzeige“  über
die  Stückzahl  der  Rollen  (Versand  nach  weis)  anzusehen  ist.
Ein  ähnliches  Beispiel  haben  wir  in  P.  Grenf.  II  41  (46  n.  Ohr.),
Dieser  Papyrus  ist  von  Wilcken  in  Ostraka  I  S.  587  ff.  nochmals
abgedruckt  und  mit  Erläuterungen  und  Berichtigungen  (auch  von
Mahaffy)  versehen  worden  ;  später  haben  Wilcken  und  Smyly
^eitere  Berichtigungen  und  Erläuterungen  gegeben  (siehe  Archiv  IV
S.  462  und  V  S.  281  f.).  Da  der  Text  für  unsere  Untersuchungen
Von  Werte  ist,  möge  er,  mit  jenen  letzten  Berichtigungen  versehen,
hier  folgen.  Die  Sprache  ist  ein  schlimmes  Kauderwelsch.
[  ]  d[(Tx]ujpop€VOu  T(b  Kpacp[..  .]ioi  toO  .[.  .]ou
ZoKVOTraiou  Nqö'ou  [tfiç]  'Hpa[K\]eíò[ou]  uapà  [Tecíe]voú(pi[oç
TOÛ]  T€[cr]eVOÚ(piOÇ  èTTlXOpilTÍ[(T]l]Ç  pou  T(JÜ  KpaTI^LU  fiç  Trpo-€Îxav
  Kdüpriç  [ZoKVOîraioju  Nn[(To]u  Tfjç  'HpaK\eÎTOu  pepíòoç
eiç  TÒ  èvecrrôç  èprópou  ëtouç  Tißepiou  KXauòíou  Kdaapoç
Zeßacrioö  PeppaviKoO  AùxiuKpâTopoç  (pícrrapai  TeXécrU  qpôpou
TOÛ  TtavTÔç  uj[ç]  KaGiÎKOcn  Km  upoabiaYpaqpopévouç  Km  orupßoXiKug
  àpYupiou  bpaxpàç  bmKouffiaç  OKTUipKovra  ôktiùi  Km
(TTro[v]Tflç  OapevùJÛ  oïvou  Kepdpia  bùuui  tujv  te  irpoubia-Ypdipo
  Kaià  priva  ëppnva  toO  a..ou.  del  xr)  irépTTXT;)  Km
eÎKÔxrj  Km  Kaxaxopiim  (Tou  bid  xexpdpTiva  rrdvxoç
Toù[ç]  bi’  âpoO  oÎKOvopr)6Ticropévouç  xpnM«T‘<^MOÙç
èv  xópou  (TuvKoXXoaipou  kui  eipopévi  évi  ko!  dva-Ypacpf)
  pid  Km  bócro  xoû  Kaxaxopiffpôv  ßußXiuJV  bpax-^

  1.  bípíarapai  TeXéaciv.
            
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