Abschn. 99. Die TtepíXucfiç der Schuldurkunde.
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nicht lediglich die Rückzahlung, sondern auch die infolge der
Rückzahlung vorgenommene Zurückziehung des Schuldvertrages
aus dem Besitzamte sowie die daran anschließende Totmachung
dieses Vertrages. Daß wir in unserem Papyrus nichts über die
Zurückziehung des Staatsnotariatsvertrages hören, kommt sehr
wahrscheinlich daher, daß Stotoetis in der Zwischenzeit von drei
Monaten noch gar nicht dazu gekommen war, diesen Vertrag durch
freiwillige dnoTpacpfi an das Besitzamt einzureichen.
Im Vorstehenden ist die zeitliche Reihenfolge der einzelnen
Handlungen dargestellt worden; ich habe die letzteren mit römi
schen Ziffern bezeichnet. Aus der Darstellung geht aber zugleich
hervor, daß der nunmehr in den Händen der Stotoetis befindliche
Papyrus eine andere Reihenfolge der Urkunden aufweisen muß,
nämlich :
1. Blatt;
2. Blatt vorn:
2. Blatt hinten :
1. Notariatsvertrag vom 27. Tybi (II).
2. Antrag des Chichols an die Bank, vom 25. Phar-
muthi (IV).
3. AittTpaqpp vom 20. Tybi (I).
4. 'YrroTpacpii dazu vom 27. T^bi (III).
5. Handschein des Chichols mit seiner Quittung
vom 25. Pharmuthi (V).
6. TTepíXuaiç-Beurkundung der Bank vom 10. Payni
(VI).
Nunmehr möge der griechische Wortlaut der Urkunden folgen.
Von dem Staatsnotariatsvertrage, der für unsere Zwecke hier
weniger in Betracht kommt, bringe ich nur das Gerippe.
1. Notariats ver trag.
A. Kopf und Körper des Notariatsvertrages (Hand 1).
1. Zeit: [’'EtoJoç TerápTou Tißepiou KX[a]uòíou — TOßi xC.
2. Ort: ’Ev ‘EppoO rroXei xfjç ©pßaiboq.
3. Vermieterin: [’E]píff0ujcrev Itotoptiç —
4. Mieter: àòeXqpúj [Xjixórn —
5. Gegenstand: tò bnápxov aÙTf|[i TraJrpiKÒv éxiov pépo«i>ç oi-
[KÍaJç — ècp’ êxrii xéacrapa,
6. Bedingung: èqp’ 6 [ó] Xixóiç K(m) oí nap’ aòxoO oiKpaoum èv
XOÎÇ pepiuOuupévoig èm xòv xpóvov
7. Zahlung: àvxi xoO xókou [di]y àveíppxai f| Zxoxopxiç rrapà xoO
Xixóixoç — òpaxpôiv òiaKOffíuuv eikoffi òià xfjç lúpou xpanélpç,
8. Gewähr: ßeßaiouxu) òè f) [Zxjoxofixiç xpvbe xf|v píaOuuaiv kxX.