Mädchenkleidung 281, Mädchenwäjche 420 Stück, außerdem eine Anzahl
anderer Gegenftände wie: Schirme, Pelze, Bettzeug, Tifchwäfche, Sdiuhe ufw.
Diesmal wurden audi Beftände an altem Leder in Form von alten
Handta[chen, Schulranzen, Reifekoffern, Plaidriemen, Mufikmappen, Riemen
ufw. mit erfaßt. Galt es dodi, der Sdiuhfürforge ganz befondere Auf-
merkfamkeit zuzuwenden. Zunächft wurden einige Frauen im Ausbeffern
Kleiderkammer: Verkaufsraum.
der alten Schuhe von einem Schuhmacher unterwiefen. Im Januar 1917
riditete dann der Nationale Frauendienft mit Mitteln der Wohlfahrtzentrale
in der Berlinerftrafie 10 b, fpäter Wertherftraffe 87, eine befondere Schuh-
flicklehrftube ein. Unter Anleitung einer Gewerbelehrerin aus Frankfurt a. M.
wurden Bedürftige im Ausbeffern der eigenen Sdiuhe unterwiefen. Das
Leder wurde ihnen zugewogen, fie bezahlten nur den Preis des Leders
und fonftigen Arbeitsmaterials und entrichteten für Benutzung des Werk
zeuges die Stunde 10 Pfg. Außerdem wurden Kurfe im Anfertigen von
Pantoffeln aus altem Stoff, z. B. Portieren, Teppichmuftern, Filzhüten und
Läufern, eingerichtet. Zum Teil wurden bei der Ausbefferung der Schuhe
97