Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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bandes  in  etwa  10  verfchiedenen  Ortfdhaften  der  Eifel  und  in  der  Umgegend
von  Cöln  untergebracht  wurden,  fodaß  im  ganzen  1445  Kinder  unter  Aufficht ­
  ihrer  ehrenamtlichen  Reifebegleiter  und  Begleiterinnen  fröhlich  ihrer
Ferienheimat  entgegenfuhren.  Die  Reifehoften  in  Höhe  von  Mk.  6000.—
trug  die  Wohlfahrtzentrale,  der  von  einem  hinderfreundlichen  Geber  für
diefen  Zwech  Mh.  2000.—  befonders  zur  Verfügung  geftellt  waren.  —
Leider  mußten  81  Kinder  vor  Ablauf  der  ganzen  Zeit  zurüchhehren;  die
übrigen  durften  die  volle  Wohltat  eines  fünfwöchentlichen  Landaufenthaltes
bei  befter  Verpflegung  genießen.
Und  wie  die  Kinder  verpflegt  worden  find,  davon  zeugten  am  beften
die  frifchen  Bachen  und  ftrahlenden  Augen  der  Zurücbgehehrten  und  die
Gewichtszunahmen.  Nicht  in  allen  Fällen  war  es  möglich,  die  Kinder  gleich
nach  der  Ankunft  von  der  Reife  zu  wiegen.  Wo  es  aber  gefchehen  ift,
da  wurden  audi  Gewichtszunahmen  feftgeftellt,  —  als  mindefte  3  Pfund,
als  höchfte  20  Pfund,  im  Durchfchnitt  10—12  Pfund.  Und  die  Güte  der
freundlichen  Wirte  konnte  (ich  oft  mit  der  trefflichen  Verpflegung  nodi
nicht  genug  tun;  von  Kopf  bis  zu  Fuß  neu  gekleidet  kehrten  viele  der
Kinder  zurück,  alle  wohl  ausnahmslos  mit  reichlichen  Gaftgefchenken  beladen.
Die  wachsenden  Sdiwierigkeiten  ausreichender  Ernährung  in  der  Großftadt
  liefen  es  audi  im  fahre  1917  wünfchenswert  erfcheinen,  frühzeitig  an
die  Ausfendung  der  Kinder  zu  denken  und  fie  vom  Frühjahr  an,
möglichft  bis  nach  Einbringung  der  neuen  Ernte,  auf  dem  Lande  zu  la|jen.
Rund  1000  Werbebriefe  wurden  an  Landratsämter  und  Geiftliche  verfandt.
Den  Erfolg  geben  die  nachftehenden  Zahlen  wieder:
1640  Kinder  konnten  feitens  des  Nationalen  Frauendienftes  ausgefandt
werden  und  zwar  fanden  diefelben  freundliche  Aufnahme,  zum  Teil  unentgeltlich, ­
  zum  Teil  gegen  eine  Vergütung  von  Mk.  0.50  für  den  Tag  in
2  Orten  im  Großherzogtum  Oldenburg,  3  Orten  in  Weftfalen,  8  Orten  im
Rheinland,  in  Pyrmont  in  Waldeck,  in  22  Orten  in  Oberhelfen,  30  Orten  in
Rheinheffen,  8  Orten  im  Herzogtum  Coburg.
35  ehrenamtliche  Helfer  und  Helferinnen,  größtenteils  aus  Lehrerkreifen,
  übernahmen  die  Begleitung  der  Kinder.  In  verfchiedenen  Fällen  war
längeres  Verbleiben  einer  Auffichts-  und  Mittelperfon  notwendig,  je  nach
den  fidi  ergebenden  Schwierigkeiten  für  2—14  Tage.  Wiederholt  wurden
in  fchwierigen  Fällen  Vertrauensperfonen  zur  perfönlichen  Löfung  irgend
welcher  Verwicklung  ausgefandt.  Diefe  Notwendigkeiten  ergaben  (ich  befonders ­
  aus  der  Verfchiedenheit  in  der  Regelung  der  Lebensmittelverforgung,
            
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