Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Ausbildung  in  der  weiblichen  Jugendpflege.
Unter  dem  Vorfit?  der  Herren  Kreisfchulinfpektor  Peter  und  Turninfpektor
  Edelhoff  fand  vom  6.  bis  10.  Dezember  1915  ein  Kurfus  zur  Ausbildung ­
  in  der  weiblichen  Jugendpflege  ftatt.  Hervorragende  Redner  und
Rednerinnen  waren  zu  den  Vorträgen  gewonnen.  431  Gäfte,  darunter
100  auswärtige  nahmen  an  dem  Kurfus  teil.
Ein  gleicher  Kurfus  fand  am  11.  und  12.  Dezember  1916  in  Barmen
|tatt,  welchem  nachftehender  Vortragsplan  zu  Grunde  lag.
Montag,  den  11.  Dezember.
10  Uhr  vormittags:  Eröffnung  des  Lehrganges.  Vortrag:  Deutfchlands
Lage  und  Zukunft.  Dr.  Thoma,  Kriegsminifterium,  Berlin,  Mitglied
des  Reichstages  und  des  Bayer.  Landtages.
3  Uhr  nachmittags:  Lebenshunde,  Kern  der  weiblidien  Jugendpflege.
Pfarrrer  Ha|fe,  E||en.  —  Aus  der  Praxis:
5  Uhr  nachmittags:  Aufteilung  und  Befprechung  von  Plänen  für  die
prahtifche  Jugendpflegearbeit  —  im  Sinne  des  Minifterialerla|fes  vom
5.  Oktober  1916  (U  III  B.  Nr.  7094  I.  U.  III  pp.)  —  Einleitender  Vortrag: ­
  Turninfpektor  Edelhojf.
8 l /4  Uhr  abends:  Veranftaltung  für  die  weiblidie  Jugend.  Vortrag:
Gefundheitspflege  für  die  weibliche  Jugend.  Frau  Dr.  med.  Anna
Müller,  Düffeldorf.  Turnerifdne  Vorführungen  von  Mäddienabteilungen
  u.  a.
Dienstag,  den  12.  Dezember.
97a  Uhr  morgens:  Fragen  der  Volkswirtfchaft.  Fräulein  Dr.  Lüders,
Kriegsamt,  Berlin.
3  Uhr  nachmittags:  Fragen  der  Ernährung.  Frau  Voss-Ziet?,  Hamburg.
Aus  der  Praxis:
5  Uhr  nachmittags:  Befuch  des  Lehrgangs  in  Säuglings-  und  Kinderpflege. ­
  Vortrag  des  Leiters  Profeffor  Dr.  med.  Selter,  Solingen.
Für  Nachweis  geeigneter  Literatur  und  fonftiger  Hilfsmittel  war  durdi
eine  kleine  Ausftellung  geforgt  worden.
Befondere  Jugendpfleg.eabende  wurden  fchon  im  Winter  1914/15  eingerichtet, ­
  für  Knaben  fowohl,  wie  für  Mädchen,  die  dann  in  den  beiden
folgenden  Jahren  ausgebaut  und  erweitert  wurden.  Es  wurden  zahlreidie
Vorträge,  deklamatorifche,  mufikalifche  und  theatralifdie  Aufführungen  vaterländifchen
  Charakters  veranftaltet,  welche  außerordentlich  ftark  befucht
waren.  Mit  Ausnahme  einer  Aufführung  der  „Minna  von  Barnhelm“  im
Stadttheater  und  derjenigen  des  vaterländifchen  Stückes  „Aus  eiferner  Zeit“
            
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