Full text : Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

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raffelnden,  mit  Schienen,  Schilden  lind  Panzern  belüfteten  Menfchenungeiiime,  von  denen  man
kaum  verfteht,  wie  fie  die  eigenen  märchenhaft  umfänglichen  Gehalten  fortbewegen,  gefchweige
denn  in  Kampfllellung  zu  bringen  vermochten  I  Und  die  leuchtenden,  fchreiendeu,  geradezu  orgiaftifchen
Farben!  Was  würden  diefe  heldiTchen  Bramarbafre  wohl  zu  unteren  fdilichten  Feldgrauen  gefagt
haben?  —  Die  Verrichtungen  des  Feldfchers  nehmen  einen  breiten  Raum  in  den  Ueberlieferungen
des  Mittelalters  ein.  Medikus  und  Chirurgus  —  getrennte  PeiTönlichkeiten  dazumal  —  werden  in
ihrer  noch  recht  primitiven  Tätigkeit  konterfeit.  Und  die  kräftige  harte  Technik  des  Holzfchnittes  paßt
lieh  den  kräftigen,  harten  —  völlig  unfentimentalen  —  Vorwürfen  beftens  an.

Gerchidifliche  Abteilung.
Die  Neuzeit  —  mit  dem  großen  Auftakt  der  napoleonifchen  Kriege  —  trägt  das  empfindfame
Moment  in  die  krieggeweihte  Kunft.  Mehr  und  mehr  begegnen  wir  in  der  Wiedergabe  von  Schlachtbildern, ­
  Sterbe-,  Operations-,  Verwundeten-  und  Krankenfzenen  enlweder  einem  heroifchen  Pathos
oder  einer  melodramaiifchen  Kiifchigkeit.  Immerhin  aber  tritt  das  Seelifche,  wenn  audi  öfters  in
verlogener,  verbogener  Form,  in  den  Vordergrund.  Und  relbft  die  Grimaffe  wird  nicht  gefcheut,
wo  fie  der  größeren  Anfchaulichkeit  dienen  foll.  Ab  und  zu,  wie  z.  B.  auf  dem  Bilde  zweier
junger  Krieger,  die  einem  verwundeten  Kameraden  erfte  Hilfe  angedeihen  lafren,  oder  auch  auf
einem  Kupferftiche  Moriß  von  Schwindts  macht  fich  eine  ins  Süßliche  verfchwimmende  Weichheit
            
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