Full text: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Unter den Befuchern befanden fleh [ehr viel Auswärtige, wodurch auch 
das Barmer Gefchäftsleben, gerade in der Weihnachtszeit, eine wefentliche 
Belebung erfuhr. 
Die Eintrittspreife für die Barmer Ausftellung betrugen: 
Dauerharten Mh. 5.—, gewöhnliche Eintrittsharten 50 Pfg., Vereins 
harten 30 Pfg., Sonderharten für Soldaten, Sanitäter und Schweftern 20 Pfg., 
Schülerharten 10 Pfg., Vorführung der Kriegsbefchädigten 30 Pfg. Ver 
wundete hatten freien Zutritt. Zufchlagharten für Vorträge und die Licht 
spiele je 50 Pfg. 
Vorführung, des Films „Graf Dohna und feine Möwe“. 
Zum Be|ten der Kriegshinderfürforge der Wohlfahrtzentrale erfolgte 
die erfte Aufführung im Barmer Stadttheater am 10. Juli 1917 in Verbindung 
mit einem großen Künftlerhonzert unter Leitung des Kgl. Generalmufih- 
direhtors Leo Blech vom Kgl. Opernhaus Berlin, fowie unter Mitwirhung 
von Frau Mafalda Gerard-Savatini vom Deutfchen Opernhaus in Charlotten 
burg, des Kgl. Hofopernfängers H. De Garmo vom Kgl. Hoftheater in Wies 
baden und des auf 50 Mitglieder verftärhten ftädtifchen Orchefters. Ein 
geleitet wurde die Veranlagung durch einen von Herrn Gymnafiallehrer 
Pfeffer gefprochenen Prolog von Rudolf Presber. Trot? der hohen Eintritts 
preife (Loge und 1. Rang Mh. 20.—) war das Haus ausverhauft. 
Der Möwefilm wurde dann noch an 10 Abenden und einem Nach 
mittag unter freiwilliger Mitwirhung verfchiedener Gefangvereine, Schüler- 
hapellen ufw. vorgeführt. Unter anderem hatten 4 groffe Munitionsbetriebe 
je einen Abend ausfchlieflich für ihre Arbeiterfchaft belegt. 
Insgefamt wurden die Feftvorftellungen von 20 267 Personen und 
zwar von 10 897 Erwachsenen und 9 370 Schülern befucht. Der Reinertrag 
belief (ich auf rund 6000 Marh. 
Mu fikerunterftiitöt ungen. 
Von den Nettoerträgen der Wohltätigheitshonzerte wurden 10% einem 
befonderen Fonds zur Unterftüfung bedürftiger Mufiher zugeführt. Bis 
zum 30. Juni 1917 wurden 15 Mufiher mit insgefamt Mh. 11782.— unter- 
ftütf. Eine Zufafhriegsunterftüf ung erhielten zeitweilig auch die bedürftigen 
Familien der zu den Fahnen einberufenen Orcheftermitglieder. Seit November 
1915 werden nur noch 5 Mufiher unterftüft.
	        
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