Full text : Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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gelang,  hier  seinen  Platz  neben  der  Elbstadt  ruhmvoll  zu  behaupten, ­
  darf  als  Beweis  dafür  angesehen  werden,  daß  es  im
transatlantischen  Verkehr  an  sich  überall  und  für  alle
Einfuhrartikel  dazu  in  der  Lage  ist.
7.  Bremens  Außenhandel:  Ausfuhr.
Die  Gesamtausfuhr  Bremens,  einschließlich  derjenigen  nach
dem  Deutschen  Reiche,  ist  in  Tabelle  8  dargestellt.
Die  Ausfuhr  nach  dem  außerdeutschen  Europa  macht
an  und  für  sich  einen  ganz  günstigen  Eindruck.  Bis  in  die  Mitte
der  70  er  Jahre  des  vorigen  Jahrhunderts  ziemlich  auf  derselben
Höhe  geblieben,  ließ  sie  die  Kurve  der  absoluten  Zahlen  seitdem
scharf  nach  oben  steigen.  Auch  ihr  wertprozentualer  Anteil  an
der  Gesamtausfuhr  ist  im  Wachsen  und  erreichte  1908  seinen  Höhepunkt. ­
  Die  Beendigung  der  Unterweserkorrektion  und  der  daraufhin ­
  erfolgende  Ausbau  der  europäischen  Schiffahrtslinien,  die  nun
in  Bremen-Stadt  einen  lange  vermißten  Stützpunkt  fanden,  haben
zweifellos  das  Hauptverdienst  an  dieser  Entwickelung  zu  beanspruchen. ­
  Ich  will  hier  noch  nicht  weiter  untersuchen,  ob  nicht
die  Steigerung  absolut  und  relativ  eine  noch  höhere  hätte  sein
müssen.  Im  Verhältnis  zur  übrigen  Ausfuhr  schneidet  die
europäische  Ausfuhr  jedenfalls  günstig  ab.
Um  so  unerfreulicher  hat  sich  die  Ausfuhr  nach  Nordamerika ­
  entwickelt.  Von  21,9°/ 0  der  Gesamtausfuhr  i,  J.  1869  ist
sie  auf  9,1%  i-J.  1908  gesunken,  nachdem  sie  in  den  ersten  Jahren
dieses  Jahrhunderts  gar  noch  zu  einem  geringeren  Prozentsatz  beteiligt ­
  war.  Der  Stand  der  Ausfuhr  von  1872  wurde  erst  seit
1905  wieder  unwesentlich  überholt;  in  den  dazwischen  liegenden
32  Jahren  war  er  nicht  weniger  als  28  mal  unterschritten  worden.
Es  muß  sogar  bezweifelt  werden,  daß  die  geringe  absolute
Steigerung  der  letzten  paar  Jahre  wird  durchgehalten  werden
können.  Es  hängt  dies  mit  von  den  Wegen  ab,  die  die  Zollpolitik
der  Vereinigten  Staaten  einschlagen  wird.
Deren  hochschutzzöllnerische  Bestrebungen  sind  allgemein
bekannt.  Ebenso,  daß  sie  die  Ausfuhr  des  Deutschen  Reiches
nach  dort  auf  wichtigen  Industriegebieten  z.  T.  schon  ganz  erheblich ­
  zurückgedrängt  haben.  Diese  Tatsachen  müssen  selbstredend
auch  in  den  Ausfuhrzahlen  Bremens  zum  Ausdruck  gelangen.  So
ist  der  Rückgang  der  bremischen  Ausfuhr  um  rund  20°/ 0 ,  der
1891  zu  verzeichnen  ist,  auf  das  Konto  des  1890  in  Kraft  getretenen ­
  Mc  Kinley-Tarifes  mit  seinem  ausgesprochen  protek-
            
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