Full text: Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Tabelle XXX. 
Umsatzziffern des Europahandels Bremens (Wert in 1000 Mk.) 
Jahr 
Einfuhr 
Ausfuhr 
Ausfuhrüberschuß 
1869 
74 136 
80 297 
6 161 
1878 
92 532 
99 343 
6 811 
1888 
89 262 
101 540 
12 278 
1898 
II9 3 8 5 
179 196 
59 811 
1903 
162 461 
310257 
147 796 
1904 
164 622 
346 415 
181 793 
1905 
181 940 
315 374 
r 33 434 
1906 
190 850 
365 180 
174 330 
1907 
231377 
467 496 
236 119 
1908 
196541 
466 355 
269 814 
1909 
221 288 
455 072 
233 784 
260 Millionen Mk. verschickt. Das ist mehr als die Hälfte der 
europäischen Gesamtausfuhr. Wenn man dann noch die unmittel 
bare Wiederausfuhr der andern überseeischen Artikel berücksichtigt, 
bleibt für die Ausfuhr eigener deutscher Waren nur eine Summe 
von höchstens etwa 150 Millionen Mk. über. Das kann man nicht 
gerade viel nennen. 
Aus welchen deutschen Ländern die europäische Ausfuhr- 
Bremens stammt, läßt sich nur schwer feststellen. In erster Linie 
ist Preußen, daneben Sachsen beteiligt. Die Werte einiger der 
wichtigsten Waren, die Bremen 1908 aus ihnen bezog, sind, in 
Millionen Mk. ausgedrückt: Preußen: Eisen und Stahl 32, Waren 
daraus 25, Maschinen 16, Düngesalze 14, Gummireifen 12, Getreide 9, 
Zucker 9, Baumwollwaren 7 1 / 2 , Wollwaren 6 3 / 4 , Zigarren 5%, 
Zement, Leder und Farbwaren je 2 1 / 2 ; Sachsen: Baumwollwaren 
53 3 / 4 , Wollwaren 1 i 3 / 4 , Pelzwerk 3o 1 / 2 , Schweinsborsten 4, Galanterie 
waren 3 3 / 4 , Lithographien 3 3 / 4 , Leinenwaren Lederwaren 2, 
Bücher und Drucksachen 2, Maschinen i 3 / 4 , Spitzen P/ 2 , Spiel 
waren i 1 / 2 . Die Einfuhr aus Preußen besteht also mehr aus 
Produkten der schweren Industrien und aus Landesprodukten, 
aus Sachsen zu mehr als der Hälfte aus Textilwaren. Dies 
Verhältnis ist auf den ersten Blick auffallend, da Preußen für 
186 Millionen Mk. Baumwolle und Wolle über Bremen bezog, 
Sachsen dagegen für nur Millionen Mk. Der Umstand findet 
leicht darin seine Erklärung, daß die Hauptsitze der preußischen 
Spinnstoffverarbeitungsindustrie anderen Häfen günstiger liegen. 
Die Kalieinfuhr aus Preußen, die 1908 einen Wert von 
14 1 /a Millionen Mk. erreichte, wird aller Wahrscheinlichkeit nach 
in den nächsten Jahren einen größeren Umfang annehmen. Noch 
ist Hamburg der bevorzugte Ausfuhrhafen dank dem Umstande,
	        
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