für das Vorteilhafteste gehalten. Im Gebrauch sind Lokomobilen,
das englische System von John Fowler, früher auch das deut-
sche von Heucke. In neuerer Zeit kommt das Pflügen mit
Kabelsystemen immer mehr auf. Es gibt in Oberitalien zwei
Gesellschaften, welche das Pflügen gegen Entgelt unternehmen;
die eine arbeitet mit Elektrizität, die andere mit Dampfkraft.
Sehr verbreitete Anwendung finden dabei zweischarige Oliver-
Pflüge. Im Jahre 1914 sind von der Versuchsstation für Reisbau
in Vercelli mechanische Bodenbearbeitungsversuche mit acht
verschiedenen Dampf- und Motorpflügen ausgeführt worden.
Darüber berichtet A. Tarchetti in Giornale di Risicoltura, IV,
Vercelli 1914, S. 65—80, 103—107, 122—128.
Eine sehr wichtige Arbeit, die dem Pflügen folgt, ist die Zer-
kleinerung der Schollen, die in den meisten Reisgebieten sehr
sorgfältig ausgeführt wird. Denn je gleichkörniger der Boden
ist, um so gleichmäßiger wird die Saat aufgehen; und darauf
beruht die Aussicht, daß das Unkraut unterdrückt werden, und
die Frucht gleichmäßig reifen kann. Die verschiedensten Instru-
mente sind dazu in Gebrauch, in Java z. B. eine einfache hölzerne
Egge mit weitstehenden Zähnen, die, wenn nötig, mit Steinen
beschwert und so oft durch den Acker gezogen wird, bis die
Schollen vollständig zertrümmert sind. In Italien wird der ge-
pflügte Boden zunächst geeggt und darauf noch besonders das
Zerkleinern der Schollen mit Hacken durch Frauen besorgt.
In Louisiana benutzt man zum Pulverisieren des Bodens Schei-
beneggen oder rotierende Zahneggen; erstere arbeiten besser
auf hartem, scholligem, letztere auf weniger festem Boden (123,
S. 637). Auch Walzen dienen zu dieser Arbeit. — Auf sehr
durchlässigem Boden ist in Italien vor dem Eggen noch ein
Undurchlässigmachen (calpestamento) des Bodenuntergrundes
üblich. Das geschieht auf einfache Weise dadurch, daß man
schwere Karren u. dgl. durch das bewässerte Feld fährt und das
Vieh hineinläßt; vollkommener wird der Zweck erreicht durch
ein eigenes Gerät, das einem schwer konstruierten „Cambridge
roller‘, wie man ihn zum „Trockenfarmen“‘‘ verwendet, ähnelt.
(105, 5. 33-35; 82, S. 151).
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