Full text : Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Pottasche

349

Poudrette

se,  die
Kieselarzellan
  I
immen-■echejid
  I
gerade
asse  zu
porösen
Ich  an--se
  auf
wieder  I
Gegenchaben

ikleben  I
Boden-  I
teingut  I
ennen
1700 0
16—18
Tage,
cke  in  I
h  und  I
detalle  I
feuer-  I
randes  I
;e  Bisverden ­
  I
;n  ver-  I
rd  und
Grün,  I
eloxyd
h  aber
;  nicht  I
unter
zerden
Glasur
einge-;n
  bedetaü-


  vertaften,

Die
Stoffe
n  viel-.
  Sie
vordeiufge-


irmals
chwer
ichter
ir  weetzen.

in  befeiner

s  mit
r  und
Einlalten

Verdas

war.
[gold,
Isainoge
 n "
ärdefl
ent'
:e  erzeugt. ­

  —  Das  Fritten-  oder  weiche  Porzellan
ist  kein  eigentliches  P.,  da  es  keinen  Tonzusatz
erhält,  sondern  ein  aus  Soda,  Kochsalz,  Salpeter,
Alaun,  Gips,  Schwerspat  und  Sand  mit  einem
Grundkörper  aus  Kreide  und  Mergel  hergestelltes
Glas.  Es  stellt  eine  weiße,  durchscheinende,
dem  chinesischen  Porzellan  ähnliche  Masse  dar.
Als  Glasur  bedient  man  sich  eines  Gemisches  von
Soda,  Mennige  und  Borax.  Wegen  seiner  leichten ­
  Schmelzbarkeit  und  geringen  Widerstandsfähigkeit ­
  gegen  Temperaturwechsel  wird  es  nur
noch  zu  Schaustücken  verwandt.  Eine  Unterabteilung ­
  des  Frittenporzellans  bildet  das  englische ­
  oder  natürliche  Weichporzellan,  das
Wegen  der  Verwendung  von  Knooheinasche  auch
Knoche  n  porzellan  genannt  wird.  Zu  seiner
Darstellung  wird  ein  Gemisch  von  Kaolin,  plastischem ­
  Ton,  Feuerstein  und  Knochenasche  bei
verhältnismäßig  niedriger  Temperatur  gebrannt
Und  mit  einer  Glasur  von  Feldspat,  Feuerstein
Borax  und  Bleiglas  überzogen.  Das  dritte  Weich-Porzellan
  endlich,  das  Seger-P.,  besteht  aus
einem  Grundkörper  von  Ton,  Quarz  und  Feldspat, ­
  auf  den  nach  dem  Brennen  eine  Feldspatglasur ­
  aufgetragen  wird.  —  Unglasiertes  Porzellan, ­
  zu  dem  das  Biskuit-,  Statuen-  oder
Figurenporzellan  gehört,  besteht  aus  der  Masse
des  echten  Hartporzellans,  die  nur  einen  höheren
Zusatz  von  Flußmitteln  erhält  und  ohne  Glasur
stärker  gebrannt  wird.  —  P.  ist  einer  der  wichtigsten ­
  Gebrauchsgegenstände  des  täglichen  Lebens ­
  und  findet  in  seinein  verschiedenen  Sorten
zu  Küchengeschirren,  chemischen  Apparaten  und
Kunstgegenständen  der  mannigfaltigsten  Art  ausgedehnte ­
  Anwendung.
Pottasche  (Potasche,  kohlensaures  Kali,
kohlensaures  Kalium,  Kaliumkarbonat,  lat.
Kalium  carbonicum,  Cineres  clavellati,  frz.  Potasse, ­
  Carbonate  de  potasse,  engl.  Potash),  ein
Überaus  wichtiger  Gegenstand  des  Chemikalienhandels, ­
  besteht  in  reinster  Form  aus  Kaliumkarbonat, ­
  K 2 C0 3 ,  ist  aber  in  rohem  Zustande
s tets  mehr  odef  weniger  verunreinigt.  Früher
Sewann  man  die  P.  ausschließlich  durch  Verbrennen ­
  von  Pflanzemstoffen,  namentlich,  Holz,
tu  denen  das  Kalium  mit  organischen  Säuren  verbunden ­
  vorkommt.  Die  Asche  wurde  in  Laugenfässern ­
  mit  warmem  Wasser  übergossen,  und  die
Kösung  von  etwa  20 0  B6  in  Pfannen  oder  Kesseln
bis  zur  völligen  Trockne  eingedampft.  Wenn
hierbei  zum  Schluß  mit  eisernen  Rührscheiten
Utngerührt  wurde,  so  daß  die  Masse  sich  zu  rundhchen,
  stark  wasserhaltigen  Klumpen  vereinigte,
bezeichnete  man  sie  als  ausgerührte  P.
Unterblieb  das  Rühren  und  wurde  die  erkaltete
Schmelze  so  fest,  daß  sie  mit  Hammer  und
Meißel  herausgeschlagen  werden  mußte,  so  entband ­
  die  ausgeschlagene  P.  Beide  Sorten
^phpotlasche  sind  durch  brenzliche,  bei  unvollständiger ­
  Verbrennung  des  Holzes  entstandene
Stoffe  tiefbraun  gefärbt  und  können  nur  für  gewisse, ­
  mit  hohen  Temperaturen  arbeitende  Fabriken, ­
  wie  von  Glas  und  Blutlaugensalz,  direkt
benutzt  werden.  Für  die  meisten  übrigen  Zwecke
bPrß  sie  durch  Kalzinieren  entfärbt  und  in  gewöhnliche ­
  P.  verwandelt  werden.  Das  Kalzin
 *eren  besteht  darin,  daß  man  den  Rohstoff
Pnter  fleißigem  Umrühren  einer  nicht  zu  hohen
Glühhitze  (nicht  bis  zum  Schmelzen),  am  besten

dem  Zugfeuer  eines  Flammenofens,  aussetzt.  Die
Ware  erscheint  dann  weiß  oder  durch  einen
kleinen  Gehalt  an  Eisenoxyd  rötlich,  oder  auch
wohl  durch  etwas  entstandenes  mangansaures
Kali  bläulich  gefärbt  (Perlasche).  Wegen  ihrer
großen  Begierde,  Wasser  aus  der  Luft  anzuziehen, ­
  wurde  sie  früher  in  Töpfen  verkauft,  die
mit  einer  luftabhaltenden  Decke  verschlossen
waren,  und  hat  davon  ihren,  Namen  erhalten.
Größere  Mengen  P.  werden  in  Fässern  verpackt,
die  recht  dicht  sein  müssen,  da  sonst  der  Inhalt
naß  und  schmierig  wird,  oder  gar  als  Lauge
durch  die  Fugen  dringt.  Die  gewöhnliche,  aus
Pflanzenasche  stammende  P.  enthält  neben'  40  bis
75  0/0  Kaliumkarbonat  meist  noch  3—40  °/o  schwefelsaures ­
  Kali,  bis  20%  Chlorkalium,  bis  6°/o
kohlensaures  Natron  und  unlösliche  Bestandteile,
die  durch  die  Filter  gegangen  oder  beim  Kalzinieren ­
  als  Asche  eingeflogen  sind.  Der  Gehalt
an  kohlensaurem  Kali  gibt  den  Wertmesser  ab.
Zur  Entfernung  der  Beimengungen  löst  man,  das
Salz  in  möglichst  wenig  heißem  Wasser,  worauf  die
fremden  Salze  größtenteils  herauskristallisieren
und  beim  Wiedereindampfen  der  abgezogenen
Lauge  eine  viel  reinere  Ware  hinterbleibt.  Neuerdings ­
  stellt  man  P.  in  ähnlicher  Weise  aus  Weingeläger, ­
  Wollschweiß  und  Wollwaschwasser,
Branntweinschlempe  und  Melasserückständen
sowie  aus  Chlorkalium  nach  dem  bei  Soda  beschriebenen ­
  Verfahren  oder  nach  dem  Magnesiaverfahren
  von  Engel  her.  Nach  dem  letzteren
leitet  man  Kohlensäure  in  ein  Gemisch  von  Magnesia ­
  und  Chlorkaliumlösung,  wobei  neben  Chlor
magnesdum  ein  schwer  lösliches  Kaliummagne
siumkarbonat  entsteht,  das  abfiltriert  und  durch
Erhitzen  von  der  Magnesia  befreit  wird.  Das
so  erhaltene  Erzeugnis  ist  wesentlich  reiner  (bis
98  0/0  K2CO3).  —  Chemisch  reines  Kaliumkarbonat ­
  erhält  man  durch  Glühen  von  Kaliumbikarbonat, ­
  oder  eines  Gemisches  gleicher  Teile
reinem  Weinstein  und  Salpeter,  woher  der  Name
Kalium  carbonicum  e  tartaro  oder  auch
Sal  tartari  (Weinsteinsalz)  stammt.  Es  besteht ­
  aus  68,2  Teilen  Kali  und  31,8  Teilen
Kohlensäure,  hat  einen  scharfen,  ätzenden  Geschmack ­
  und  stark  alkalische  Reaktion,  zieht
aus  der  Luft  begierig  Wasser  an  und  zerfließt
damit,  ist  aber  in  Alkohol  und  Äther  unlöslich.
In  der  Glühhitze  gerät  das  Salz  in  feurigen  Fluß
und  ist  dann  flüssig  wie  Wasser,  ohne  jedoch
Kohlensäure  zu  verlieren.  Wegen  seiner  hygroskopischen ­
  Eigenschaften  muß  es  in  gut  verschlossenen ­
  Gefäßen  aufbewahrt  werden.  P.  findet ­
  in  der  Medizin  als  harnsäurelösendes  Mittel
beschränkte  Anwendung,  wird  aber  in  ungeheuren ­
  Mengen,  trotzdem  es  für  viele  Zwecke  durch
die  billigere  Soda  verdrängt  worden  ist,  von  der
chemischen  Großindustrie  gebraucht,  so  zur  Herstellung ­
  des  farblosen  Kristallglases,  ferner  des
Ätzkalis,  des  gelben  und  roten  Blutlaugensalzes, ­
  des  chromsauren  Kalis,  der  Kalilauge, ­
  der  weichen  Kaliseife  (Schmierseife),
des  Kaliwasserglases  usw.  Die  deutsche
Jahreserzeugung  beläuft  sich  auf  30  000  t.
Poudrette  (deutscher  .  oder  künstlicher
Guano)  besteht  aus  geruchlos  gemachten,  getrockneten ­
  und  gepulverten  Menschenexkrementen, ­
  vermischt  mit  trockenen  Stoffen  (Erde,
Torf,  Kolüenpulver,  Asche,  Fleisch-  und  Kot ­
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.