Trapa natans
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Trxonal
Küste in Nordamerika, Heringsöl hauptsächlich
aus Schweden. Sardinen und Sardellen werden
in Japan, Sprotten in Belgien verarbeitet. —
Der meist zu den eigentlichen T. gerechnete
Haifischtran von Carcharias verus, glaucus
und leucas ist ein Leberöl. — Im Handel
pflegt man die T. nach ihrer Herkunft als
Archangelsker (Wal- und Robbentran), Bergener
und Tromsoer (Leber-T.), Grönländischer,
Dänischer, Neufundländer und
Südseetran zu unterscheiden. Schwedischer
Dreikronentran ist ein für technische Zwecke
aus verschiedenen besseren Sorten zusammengemischter
brauner T. Der Farbe nach spricht
man von braunem blanken und weißem
T. — Der T. findet vielfache Verwendung zum
Sämischgerben, zum Einfetten von Leder, zur
Herstellung von Seife, als Zusatz zur Wichse,
als Schmiermittel und als Brennöl. Alle Transorten
lassen sich, auch im Gemisch mit anderen
Ölen, daran erkennen, daß sie mit Natronlauge
sowie mit konz. Schwefelsäure (1,530)
oder sirupöser Phosphorsäure eine rotbraune
Farbe annehmen.
Trapa natans. (Wassernuß.) Die Fruchtkerne
dieser Pflanze sind sehr reich an Nährstoffen
und enthalten nach König in frischem
Zustande: 38,450/0 Wasser, 10,780/0 Stickstoffsubstanz,
0,690/0 Fett, 47,34% stickstofffreie Extraktstoffe,
1,200/0 Rohfaser und 1,54% Asche.
Sie werden in südslawischen Ländern (Rußland,
Serbien) roh, oder gekocht, oder gebraten zur
menschlichen Ernährung benutzt. Auch bilden
sie, besonders für Schweine, ein geschätztes
Futtermittel.
Traß (Duckstein) ist ein gelbbraunes bis
bräunliches vulkanisches Trümmergestein,
das in der Nähe ausgebrannter Vulkane vorkommt
und oft mächtige Lager in Tälern sowie
um Hügel und Berge herum bildet. Wo
das Gestein nicht zu porös ist, wird es zum
Bauen sowie zu Steinmetzarbeiten verwandt und
dann als Duckstein bezeichnet, während die Benennung
T. eigentlich nur der gepochten und
gemahlenen Felsart zukommt, die als Möftelmasse
sowie als natürlicher Zement Verwendung
findet. Das Mineral hat denselben Ursprung
und die gleiche Zusammensetzung und
Verwendbarkeit wie die italienische Puzzqlanerde
(s. d.). Es braucht daher als ein von der
Natur fertig gebrannter Zement nur mit frischem,
fettem Kalkbrei versetzt zu werden, um
einen sehr guten Luftmörtel zu bilden, während
unter Anwendung von magerem Kalk Wassermörtel
entsteht. Das Gemenge muß so lange
gestoßen und geschlagen werden, bis es eine
völlig gleichmäßige Masse bildet. Deutschland
besitzt reiche Lager am Rhein, besonders im
Brohl- und Nettetale bei Andernach, und versendet
erhebliche Mengen auf größere Entfernungen,
am meisten stromabwärts nach Holland,
wo sie zu Wasserbauten beständig gebraucht
werden. Die Holländer treiben aber
auch Handel damit, indem sie die Rohmasse
mahlen und als Utrechter T. weiter verkaufen.
Traubenkernöl, das durch Auspressen erhaltene
fette öl der Weintraubenkerne, das
schwach gelblich und beinahe geruchlos erscheint,
hat ein spez. Gew. von 0,920, erstarrt
bei — 11 0 zu einer butterartigen Masse und
wird an der Luft leicht dickflüssig und ranzig.
Traubenkraut (Mexikanisches Traubenkraut,
Jesuitentee, Kartäusertee, lat.
Herba chenopodii ambrosioidis s. Herba botryos
mexicanae, frz. Th4 de mexique ou
ambroisö, engl. Ambrose) nennt man die getrockneten
Blätter und Blüten eines einjährigen
Meldengewächses, Chenopodium ambrosioides
L., das aus Mittelamerika stammt und
bei uns in Gärten und als Handelspflanze gezogen
wird. Die Pflanze besitzt infolge ihres
Gehaltes an ätherischem Öl einen angenehm
aromatischen Geruch und etwas kampferartigen
Geschmack und dient hauptsächlich als krampfstillender
Tee sowie als Mittel gegen Motten.
Traumatizin (lat. Traumaticinum, Liquor guttae
perchae, frz. und engl. Traumaticine) nennt
man eine Lösung von Guttapercha in der 10- bis
15 fachen Menge Chloroform. Es hinterläßt
nach dem Verdunsten des Lösungsmittels ein
dünnes, sehr elastisches, nicht zusammenschrumpfendes
Häutchen und wird daher wie
Kollodium zum Verschließen von Schnittwunden
sowie zum Überziehen von Brandstellen und
Frostbeulen benutzt. Durch einen geringen Zusatz
von Kautschuk kann die Klebkraft erhöht
werden.
Trimethylamin (lat. Trimethylaminum),
eine starke, stickstoffhaltige, organische Base,
N(CH 3 ) 8 , findet sich teils frei, teils an Säuren
gebunden in verschiedenen Pflanzen, besonders
aber in der Heringslake, die gewöhnlich zu
seiner Darstellung benutzt wird. Man destilliert
die Pleringslake mit Kalkmilch, neutralisiert das
Destillat mit Salzsäure, dampft zur Trockene
und zieht den Rückstand mit 96 % igem Alkohol
aus, der nur das salzsaure Trimethylamin, hingegen
nicht den beigemengten Salmiak löst.
Der weingeistige Auszug wird nach dem Abdestillieren
des Alkohols mit Kalilauge erhitzt
und das übergehende T. in Wasser aufgefangen.
Die farblose, stark alkalisch reagierende Flüssigkeit
von intensivem Heringsgeruch findet beschränkte
medizinische Verwendung. Neuerdings
wird das T. auch aus der Zuckerrübenschlempe
dargestellt, enthält dann aber häufig
noch Methylamin und Dimethylamin.
Trinitrotoluol, C 7 H 5 (N0 2 ) 3 , ein durch Nitrieren
des Toluols (s. d.) erhaltenes Pulver vom
Schmelzpunkt 73 °, bildet unter Bezeichnungen
von Trotyl u. a. einen der wichtigsten Sprengstoffe.
Trional, das Methylderivat des Sulfonals (Methylsulfonal),
wird in analoger Weise wie das
Sulfonal (s. d.) dargestellt, indem man vom
Äthylmethylketon und Äthylmerkaptan ausgeht.
Es bildet farblose, glänzende und geruchlose
Tafeln, die bei 76° schmelzen und in kaltem
Wasser schwer, leichter in heißem Wasser und
in Alkohol und Äther löslich sind. T. wird zurzeit
als das beste Schlafmittel angesehen und
hat vor dem ähnlich wirkenden Sulfonal den
Vorzug, keine unangenehmen Nebenwirkungen
zu äußern. Von anderen, dem Sulfonal chemisch
verwandten, Verbindungen dienen noch das
M et h on al(Dimethylsulf ondimethylmethan) und
das Tetronal (Diäthylsulfondiäthyhnethan) als
Schlafmittel.