D. Setämpfung des Geburtenrücganges 41:
per Gottesdienfizeiten), Unterlagung Des Keinverkaufs, des Verkaufs:
auf Borg, durch Haufierhandel und Nutomaten, Bekämpfung der Auimier-
fneipeint, befondere Borjchriften für beitimmte Orte und Tage, wo Die
Sefahren des Alkoholismus befonder3 jtark find (3. B. Tage der Aus-
jebung, der Kontrollverjammlung) uf. Haben fegenSreidh gewirkt und auch
bei folchen, die fonjt immer für die „Freiheit“ [AHwärmten, VBerjtändnis und
Beifall gefunden. Sie haben zu einer ftarfen Minderung des Konjums ge-
Aihrt. Viele, die bisher glaubten, vhue den tagtäglidhen Genuß von [oundfjoviel
Bier, Branntwein ulm. nicht leben zu fönnen, Haben fih überzeugt, dap
„e8 auch fo geht“. €&3 ijt nun die dringendite Aufgabe der SGefeßgebung
und Verwaltung, diefe Mafnahmen indie Friedenszeiten
inüberzuführen. € wäre muendlich bedauerlich, wenn ut dem
Seläute der Friedensgloden die Dämme gegen die Altoholiüdberilutung
wieder einbrechen jollten. Umgefehrt gilt e8, auch die Jonftigen umfajjenden
Reformpläne, melde fdhon vor Kriegsbegiun in Ausfidht genommen waren,
frajtvoll und zielbewußt zur Durchführung zu bringen. Dahin gehört:
Reform des Konzeifionswefenz im Sinne einer ftarfen Minderung der
Wirtichaften, Verpflichtung diefer zur Verabreichung von Syeijen und
silligen altoholjreien Getränfen — ohne Trinkzwang; Berftärkung der
Sarantien: bezügligh der berfönlichen Zuverläffigteit des Wirtes und der
Bedienumuig, Erhöhung des Schubes und des Schubalters namentlich fiir die
ugendlichen und weibliden Bedienungsperjonen; Übertragung der Kon-
seilion an die Genreinde und gemeinnügige Sejelljhaften (Soihenburger
Zpiten, SGafthausreform), je nach dem Altoholgehalt progrejfive Beftenerung
zer alfoholijdhen Getränke, Erleichterung der zeitigen Entmündigung folder,
ie dem Altoholismus zu verfallen drohen, und der Unterbringung in
Trinferheilanftalten ulm. Diele Maßnahmen müflfen aber Stüge und Er-
gänzung finden durch die Macht der Öffentlichen Meinung, getragen von
den Jegensreich wirkenden Vereinigungen zur Bekämpfung des
Mlfohols. Wir zählten deren vor dem Kriege gegen 44 mit eignen Zentralen.
Nicht weniger wie 59 Beitichriften ftanden im Dienjte der Bewegung. !)
Dieje Organifationen haben die fOwierige VBor- und Werbearbeit für
die fegensreichen KXriegsmaßnahmen geleiftet; im fonmmenden neuen Deut|d-
(and gebührt ihHıen ein befonderer Chrenplag, und vor allem unjere all-
jeitige Iraftvolle und begeilterte Mitarbeit. € gilt, die Gejunden zu betwah-
zen und zu [hüben durch Belehrung in FlugiHrikten, Borträgen, Kurfen,
durch Unterricht in Schule und Vereinen, beim Militär, dur Schaffung
von alfoholireien Aufenthalts- und SGejelljhaftsräumen: Iugendheimen,
Sefellen- und Lehrlingshäufern, Soldatenheimen, Lefezinmern, gemein-
aibigen Bolfsfpeijehäufern und Kaffeeftuben, durch altoholireie Erholung
und Unterhaltung in Vereinshäufern, Spiellälen und auf Spielpläßen, in
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