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ln einem gewissen Gegensatz zum Eisenblech steht
wachsende Absatz von Stab- und Eormeisen, welche Sorten
sächlich weiteren gewerblichen Zwecken dienen. Diese Sorten sind
jetzt die wichtigsten der südrussischen Eertigproduktion geworden.
Der Süden erkämpft bei dem Absetzen dieser Produkte immer
neue Märkte auf Kosten der anderen Bezirke, sodaß er jetzt über
50°/ 0 des Absatzes beherrscht. Die wichtigsten Konkurrenten sind
hier die Werke im Ural und in Polen.
Von den anderen Sorten ist im Süden nur die Produktion von
Dachblech bis in die letzte Zeit noch ziemlich schwach vertreten
(im Jahre 1908 19,8 °/ 0 ). Sie ist hauptsächlich in den Händen der
Uralwerke konzentriert. Aber auch hier macht der Süden sehr be
deutende Fortschritte.
Wir gehen jetzt zur Betrachtung der Preise der verschiedenen
Produkte über. Bei dieser Gelegenheit soll auch die Bedeutung und
der Einfluß der Kartelle auf die einzelnen Sorten festgestellt werden.
Das Eisenblech gehört zu den Gegenständen, deren Preis wäbi'end
der Krisis ganz besonders abnahm. Im Herbst des Jahres 1902 stand
er etwa auf 140—144 Kop. pro Pud. In derselben Zeit bildete sich
die schon früher erwähnte Aktiengesellschaft Prodameta zu dem
Zwecke, den Verkauf von Eisenblech und universellem Eisen zu
organisieren. In dieser Gesellschaft waren damals etwas mehr als
die Hälfte der Produzenten vereinigt. Die Preise nahmen tatsächlich
schon einen Monat nach der Errichtung des Syndikates bedeutend
zu; sie wurden vom Syndikat auf 170 Kop. festgesetzt. Ungefähr
auf derselben Höhe blieben sie bis Ende des Jahres 1904. Da aber
die hohen Preise eine lebhafte Konkurrenz seitens der im Syndikat
nicht vertretenen Firmen hervorgerufen hatten, fielen sie wieder. Im
Jahre 1908 fand eine Vereinbarung des Syndikates mit einigen
wichtigen Produzenten, wie z. B. Hughes statt. Damit waren denn
auch die Preise wieder erhöht. Heutzutage umfaßt das Syndikat
insgesamt 15 Eisenwerke, darunter 10 südrussische, und vereinigt in
seinen Händen bis zu 75 °/ 0 der Gesamtproduktion. Im Jahre 1908,9
hat das Syndikat etwa 7 300000 Pud von Blechsorten abgesetzt.
Der Absatz der Träger und Schwellen ist seit dem Jahre 1903
kartelliert. Während der Krisis waren die Preise dieser Produkte
am stärksten gefallen; das Syndikat hat sie sofort nach seiner
Gründung um 20°/ 0 erhöht. Man verkaufte die Träger nicht unter
100 Kop. pro Pud, während vorher die Preise bis auf 58 Kop.
heruntergingen. Die Preise fielen aber bald wieder; auch hier er
klärte sich die Sache dadurch, daß die Preise zu stark erhöht ge
wesen waren, bevor einige wichtige Produzenten in das Syndikat
eingetreten waren. Dies rief eine lebhafte Konkurrenz und eine neue
Abnahme der Preise hervor. Nachdem die Konkurrenten zur Ver
ständigung gekommen und in das Syndikat eingetreten waren, er-