Full text: Die Eisenindustrie in Südrußland

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Schädigung des Kokses durch den Transport. Man konnte weiter 
den Koks immer frisch zur Verfügung haben, dessen Herbeischaffung 
besonders wegen der geringen Transportfähigkeit der ,,Jekaterins- 
kaja-Bahn“ sehr erschwert worden war. Endlich wurde bei der Ver 
koksang in den Nebenwerken auch die Ausnutzung der Koksgase 
für Betriebszwecke ermöglicht. Außerdem wuchsen die Vorzüge der 
Donezgegend dadurch, daß der Staat in den 90er Jahren die Fracht 
sätze auf die Krivoj-Rog-Eisenerze sehr herabsetzte. 
Wir kehren nun zum Hughes-Werk zurück. Die Gesellschaft 
bemühte sich, die entstandene Hochkonjunktur in der Eisenindustrie 
auszunutzen und den Umfang des We'rkes und seine Leistungs 
fähigkeit möglichst auszudehnen. Es wurden reiche Steinkohlen 
gruben von Fürst Liven angekauft und die vorhandenen Schächte 
vergrößert 1 , so daß die Steinkohlengewiunung weit über den eigenen 
Bedarf ausgedehnt wurde und die Gesellschaft als großer Stein 
kohlenproduzent erschien. 
Seit der Entdeckung der Krivoj-Rog-Eisenerzlager strebte die 
Gesellschaft danach, eigene Eiseuerzgruben anzukaufen. Die ersten 
Gruben wurden schon im Jahre 1885 erworben 1 und im Jahre 1886 
die ersten Eisenerze gefördert. Dazwischen wurden noch einige 
Kontrakte abgeschlossen, so daß die Gesellschaft wieder ein großes 
Quantum eigener Erze schmelzen lassen kann. Dennoch bleibt die 
Eisenerzversorgung ein ziemlich schwacher Punkt der. Gesellschaft. 
Das Hughes-Werk ist während der 90er Jahre besonders rasch 
emporgekommen. Seine Produktion hat sich in der Zeit von 
1892—1900 mehr als verdoppelt. Es erschien in den 80er Jahren, 
ebenso wie im Anfang der 90 er Jahre als der Hauptregulator der 
Eisenpreise in Südrußland, besonders für Roheisen, von dem es ein 
bedeutendes Quantum auf den Markt bringt. Es hat zeitweilig auch 
das Privileg genossen, von der speziellen Roheisensteuer (1,5 Kop.) 
befreit zu sein 1 2 . Der Hauptartikel seiner Produktion waren Schienen. 
Die Gesellschaft bekommt immer große Staatsbestellungen. Während 
am Anfang der 90er Jahre die Schieuenproduktion nicht weniger 
als 90°/ 0 der Gesamtproduktion bildete, blieb sie am Ende der 90er 
Jahre immer noch durchschnittlich über 75°/ 0 . Die ßentabiltät war 
in dieser Zeit sehr groß. Sie betrug 15 — 25°/ 0 . 
Die erste Gesellschaft, mit der die Reihe der in den 90 er 
Jahren gegründeten Gesellschaften begann, war die „Donez-Aktien- 
gesellschaft für Stahl- und Eisenproduktion“ (Druschkowskwerk). 
Die Gesellschaft, französischer Abstammung, wurde von „Pastor und 
Werdie“ und der „Huta Bankowa“ im Jahre 1891 gegründet. Im 
1 Trasenster, a. a. 0., Rev. univers. des mines 1896, S. 214. 
1 Tieme, a. a. O., dorn. Journ. 1889. 
2 Trasenster, a. a. 0., Rev. univers. d. mines 1899, S. 159.
	        
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