Full text: Die Eisenindustrie in Südrußland

68 
Eisensorten 
Produktion 
in 1000 Pud 
Afesatz 
1900 
1901 
1902 
1900 
1901 
1902 
Martinroheisen 
20037 
19609 
24204 
? 
5 759 
6125 
fl 
a> 
Bessemerroheisen 
38760 
38167 
28488 
? 
1275 
3257 
’S 
Thomasroheisen 
5 552 
10136 
10 708 
? 
214 
1845 
o 
Andere Sorten 
28223 
24062 
21308 
— 
15 244 
15 865 
Gesamt 
92572 
91977 
84706 
24441 
22 527 
27 092 
ö jl, 
Schienen 
22636 
19414 
16014 
21904 
18111 
16 927 
d s ^ 
•s-S-g 
Bandagen 
1277 
1715 
1264 
1052 
1575 
1208 
H <! 
Achsen 
447 
643 
437 
418 
535 
345 
c 
Form- u. Stabeisen 
9853 
11976 
13 669 
6130 
10121 
11926 
*2 %-> 
o 
a co 
Schwellen u. Träger 
1103 
4675 
5 957 
3085 
4879 
5684 
Stahl und Eisen \ 
alle Sorten J 
57 655 
51963 
49 959 
45 669 
45 918 
45 957 
Die Roheisenproduktion nahm während der Krisis bedeutend 
ab, der Roheisenabsatz dagegen nahm zu. Die Produktion und 
der Absatz von Eisenbahnmaterialien sind bedeutend gesunken, die 
Produktion und der Absatz von einigen wichtigen Marktartikeln da 
gegen bedeutend gestiegen. Im großen und ganzen fand zwar eine 
Produktionsabnahme statt, doch machen sich in den verschiedenen 
Produktionszweigen verschiedene Tendenzen bemerkbar. Wir müssen 
darum die Produktions- und Absatzverhältnisse in allen diesen 
Zweigen gesondert untersuchen. 
Wir beginnen mit dem Eisenbahnmaterial. Zwei Tatsachen 
kann man aus der Tabelle feststellen: 1. eine bedeutende Abnahme 
der Produktion und des Absatzes und 2. ein gewisses Gleichgewicht 
zwischen Produktion und Absatz. Der Markt ist hier ein fest 
stehender. Als Hauptkonsument erscheint hier der Staat, außerdem 
ist auch keine Konkurrenz zwischen den einzelnen Produzenten 
möglich, und zwar dadurch, daß die Bestellungen von dem Staate 
an die einzelnen Werke auf dem Wege der Verständigung verteilt 
werden. Wie willkürlich bei dieser Sachlage die Preise bestimmt 
wurden, kann die Tatsache beweisen, daß die Regierung in den 
Jahren 1898 -1900 etwa 1,12 Rbl. pro Pud Schienen zahlte — 
dagegen während der Krisis, als die Marktpreise bedeutend niedriger 
standen, 1,25 Rbl. pro Pud! Bei solchen Verhältnissen ist von 
freier Konkurrenz gewiß keine Rede. Hier konnte also auch die 
für Krisen so charakteristische Überproduktion nicht eintreten und 
wir sehen hier nur Produktionsabnahme. 
Ganz anders stand die Sache in der Produktion der Marktsorten. 
Aus unserer Tabelle ist zu ersehen, daß hier im Gegenteil bei einigen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.